Coach Hans-Jürgen Kotteck über die morgige Partie und seine Zukunft in Fintel

„Minimale Hoffnung“

+
Coach Hans-Jürgen Kotteck steht auch im Fall des Kreisliga-Abstiegs in der kommenden Saison beim TuS Fintel an der Seitenlinie. ·

Kreis-Rotenburg - Von Mareike LudwigFINTEL · Das sinkende Schiff vorzeitig zu verlassen, kommt für Hans-Jürgen Kottteck nicht in Frage. Obwohl der Abstieg seines Fußball-Kreisligisten TuS Fintel so gut wie besiegelt ist – der Abstand aufs rettende Ufer beträgt bei noch sechs verbleibenden Spielen elf Punkten – bleibt der Coach auch in der kommenden Saison an Bord. Was der „Kapitän“ zu seiner Vertragsverlängerung sagt und wie er die Chancen gegen den morgigen Gegner TSV Gnarrenburg einschätzt, darüber spricht der Botheler im Interview.

Herr Kotteck, mal Hand aufs Herz, glauben Sie wirklich noch an den Klassenerhalt?

Hans-Jürgen Kotteck:Natürlich ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering, dass wir die Klasse noch halten. Eine minimale Hoffnung habe ich aber so lange es rechnerisch noch möglich ist. Wir kämpfen bis zum letzten Spiel. Wir werden die Zügel jetzt nicht schleifen lassen.

Ihr Team hat mit Abstand die wenigsten Tore geschossen und die meisten kassiert. Fehlt die Qualität für die Liga?

Kotteck:In der Hinserie hatten wir das große Problem, dass wir nicht genügend Personal zur Verfügung hatten. Ich musste mir jedes Wochenende eine andere Aufstellung basteln. Routinierte Leute, die die nötige Ruhe ins Spiel gebracht hätten, haben uns gefehlt. Das hat uns leider schon früh aus der Bahn geworfen, sonst wäre sicherlich mehr drin gewesen.

Vor allem die Ausfälle von David von Fintel, Patrick Thiel oder aber auch Hakan Kezer wiegen dabei bestimmt besonders schwer.

Kotteck:Auf jeden Fall. Solch tragende Säulen sind nicht so einfach zu ersetzen. Wir befinden uns aber auf einem guten Weg. Die Jungs sind alle noch sehr jung, sie stecken in der Entwicklung. Der Prozess ist daher noch lange nicht abgeschlossen.

Das klingt nach viel Arbeit.

Kotteck:Es gibt viel zu tun. Doch ich habe Spaß an der Sache, den Jungs etwas beizubringen. Ich sehe eine gute Perspektive innerhalb der Mannschaft. Die Einstellung ist super und die Trainingsbeteiligung auch.

Und deshalb haben Sie auch schon für die kommende Saison zugesagt?

Kotteck:Der bequeme Weg wäre, jetzt einfach ‚Tschüss‘ zu sagen und sich eine neue Mannschaft zu suchen. Der Typ bin ich aber nicht. Ich will meine angefangene Arbeit fortsetzen und dafür sorgen, dass jetzt nicht alles den Bach runtergeht.

Bleibt das Team denn trotz des fast sicheren Abstiegs so zusammen?

Kotteck:Bislang schon. Uns fehlt aber noch ein richtiger Knipser, der die Dinger vorne reinmacht.

Die morgige Partie beim Tabellenzweiten TSV Gnarrenburg ist daher sicherlich alles andere als einfach?

Kotteck:Ich gehe immer positiv in ein Spiel, aber gegen Gnarrenburg wird es natürlich schwer. Alles andere als eine Niederlage wäre eine Überraschung. Wichtig ist, dass wir kein frühes Gegentor kassieren und möglichst lange das 0:0 halten.

Das könnte Sie auch interessieren

Der Montag auf dem Bremer Freimarkt

Der Montag auf dem Bremer Freimarkt

Ägyptische Assassinen und Prinzessinnen retten mit Mario

Ägyptische Assassinen und Prinzessinnen retten mit Mario

Hommage an Farbe: Yves Saint Laurent-Museum in Marrakesch

Hommage an Farbe: Yves Saint Laurent-Museum in Marrakesch

Im Himmelbett am Wasserloch: Luxussafaris in der Savanne

Im Himmelbett am Wasserloch: Luxussafaris in der Savanne

Meistgelesene Artikel

Die Zwillingsbrüder Mirko und Patrick Peter im Interview

Die Zwillingsbrüder Mirko und Patrick Peter im Interview

Barnstorf/Diepholz setzt auf Legionäre, Rotenburg auf Eigengewächse

Barnstorf/Diepholz setzt auf Legionäre, Rotenburg auf Eigengewächse

Rotenburg unterliegt in Diepholz mit 26:32

Rotenburg unterliegt in Diepholz mit 26:32

Mirko Peter setzt die Akzente beim Sturm auf die Spitze

Mirko Peter setzt die Akzente beim Sturm auf die Spitze

Kommentare