ANPFIFF - Bezirksliga

VfL Visselhövede ist vor allem defensiv nach Penzhorns Aus dezimiert

Max Kregel streckt seine Arme aus und hält in beiden Händen je einen Ball.
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Nummer eins mit großer Spannweite: Max Kregel posiert vor seinem Kasten, den er sauberhalten will.

Allein vier Langzeitverletzte fallen beim VfL Visselhövede aus. Dennoch will der Bezirksligist mit seinem kleinen Kader den Klassenerhalt schaffen.

Visselhövede – Der VfL Visselhövede ist auch nach der langen Corona-Pause ein eingeschworener Haufen. Das könnte am Ende ein ausschlaggebener Grund dafür sein, um das Saisonziel – den Klassenerhalt – zu erreichen. Und das trotz eines extrem kleinen Kaders. „Durch unsere fünf Abgänge haben wir natürlich Probleme mit der Breite. Da hätte ich schon gerne noch den einen oder anderen bekommen, an dem wir auch dran waren“, zeigt sich Trainer Thomas Heidler durchaus enttäuscht. Somit hat er gerade einmal 15 einsatzfähige Feldspieler zur Verfügung.

Hinzu kommen mit Björn Penzhorn, Keeper Michel Brückner, Luca Griech (alle Kreuzbandriss) und Eike Beneke (Meniskus- und Knorpelschaden) vier Langzeitverletzte in der Defensive. Bitter: Penzhorn erlitt seine Verletzung erst Ende Juli in der Vorbereitung im Spiel gegen die FG Fulde/Stellichte. „Er war natürlich fest eingeplant. Die anderen Jungs haben ihre Verletzungen ja schon seit dem letzten Jahr. Die Operation bei Michel ist zudem erst demnächst“, sagt Heidler. Durch Brückners Verletzung ist Max Kregel weiterhin die klare Nummer eins, Torwarttrainer Tobias Laatsch steht als Back-up parat.

„Mit der Qualität unserer Spieler bin ich mehr als zufrieden. Die sind schon wirklich gut“, betont Heidler trotz der Rückschläge und der dünnen Decke. Neben der Qualität sticht vor allem die Erfahrung beim Bezirksligisten heraus. Unter ihnen ist auch Team-Senior Kai Jager. Der 39-Jährige ist immer noch einer der fittesten im Team und verpasst kaum eine Trainingseinheit. „Da macht er natürlich dann auch gerne mal den Mund auf. Aber er ist nicht der Einzige oder hat eine besondere Stellung. Das machen die anderen Jungs mit ihrer Erfahrung auch“, betont Heidler.

Stenogramm

VfL Visselhövede

Weggänge: Marcel Fischer, Jannes Bade, Jonas Teifel, Endrit Hasanaj (alle Fußball-Pause), Ogur Beslenmis (TSV Ottersberg).

Zugänge: Niklas Niestädt (FSV Hesedorf/Nartum), Timm Greve (SG Westerholz/Hetzwege), Dusan Cosic (JFV Verden/Brunsbrock U 18), Yusuf Karakas (Rotenburger SV U 18), Lennard Haffke (MTV Jeddingen).

Kader: Torwart: Max Kregel, Michel Brückner, Tobias Laatsch - Abwehr: Oliver Dittmer, Jan-Hendrik Warncke, Michael Lohmann, Thies Lünzmann, Timm Greve, Björn Penzhorn, Luca Griech, Eike Beneke - Mittelfeld: Mirko Peter, Ole Bruns, Kai Jager, Patrick Peter, Lennard Haffke, Yunes Parvizi, Dosan Cosic, Yusuf Karakas - Angriff: Finn Vollmer, Niklas Niestädt.

Trainer: Thomas Heidler.

Co-Trainer: Elias Jokusch.

Torwarttrainer: Tobias Laatsch.

Saisonziel: Klassenerhalt.

Favoriten: FC Hambergen.

Jager selbst schlägt ähnliche Töne an: „Ich sehe mich da nicht irgendwie als Vater“, sagt er. „Oder Opa“, ruft ein Mitspieler aus dem Hintergrund. „Ich bin da nämlich nicht der Einzige. Wir sind ein gesunder Haufen. Jede Saison kommen und gehen welche.“ Aufgrund von Corona sei die Fluktuation dieses Mal etwas größer (Routiniers wie Jannes Bade, Marcel Fischer oder Jonas Teifel sind ausgestiegen). Aber die Neuzugänge – auch die jungen – seien alles gute Kerle. „Wenn das aber mal nicht so sein sollte, kriegen sie eine Kelle“, erzählt Jager und lacht.

Ein Problem sehe er aber vermehrt. „Manchmal könnten sie dann doch noch mehr mit anfassen. Während andere nach dem Training abbauen, stellen sie sich an den Pfosten und schauen zu“, meint der Routinier. Da schließt sich auch Winterneuzugang Niklas Niestädt an: „Dass vor allem die Jungen die Leibchen und die Tore wegtragen, gibt es heute nicht mehr so wie früher. Das ist aber nicht nur hier so, sondern auch in anderen Vereinen“, erzählt der 30-Jährige.

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Niestädt könne sich vom Team her aber definitiv nicht beschweren. „Visselhövede ist eine clevere Mannschaft. Mich hätte es hier nicht besser treffen können“, freut sich der Offensivmann und erklärt seinen Wechsel vom Kreisligisten FSV Hesedorf/Nartum: „Am Ende fehlten mir nach zwei Jahren in der Kreisliga beim Verein einfach die Ziele.“ Deshalb wagt er die neue Herausforderung in der Bezirksliga, in der „er und auch Timm Greve wichtige Säulen sein werden“, erklärt Heidler.

Der 20-jährige Außenverteidiger übt sich lieber in Zurückhaltung: „Ich will so viel Spielzeit wie möglich mitnehmen und gesund bleiben. Nach zwei abgebrochenen wäre dies jetzt die erste komplette Saison im Herrenbereich für mich.“

Für Neuzugang drei und vier wird es das erste Jahr bei den Männern. Dusan Cosic und Yusuf Karakas „haben Qualität. Man muss sie einfach immer mal wieder reinwerfen“, betont Heidler. Auch Karakas ist trotz seiner erst 17 Jahre bereits fest für die Herren eingeplant. Er hat denn auch das anvisierte Ziel des Vereines schon fest verinnerlicht: „Ich will mit den Jungs den Klassenerhalt sichern.“

Dabei soll auch Lennard Haffke helfen. Der 21-Jährige kam vom MTV Jeddingen aus der 1. Kreisklasse. Das erste Jahr in der Bezirksliga scheint für ihn aber kein Problem zu sein: „Ich kannte schon viele Spieler aus der Mannschaft. Das macht es für mich leichter, in der Mannschaft anzukommen“, erklärt der Offensivspieler.

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