44 Punkte des Point Guards reichen nicht – 83:85 gegen Aschersleben / „Verlieren kein Spiel mehr“

Miller verpasst die Kaiser-Krönung

Kreis-Rotenburg - Von Matthias FreeseSCHEESSEL · Christian Greve wusste, wie es gegangen wäre: „Er muss das Ding direkt von vorne reinmachen, nicht von unten durch“, lief die letzte Szene wie ein Film vor seinen Augen ab. Doch der Coach der BG ’89 Hurricanes machte Ray Miller keinen Vorwurf, dass die Überraschung in der 2. Basketball-Regionalliga gegen die BG Aschersleben Tigers ausgeblieben war und auf der Anzeigetafel ein 83:85 (44:42) stand.

Der Coup gegen den Tabellenzweiten aus Sachsen-Anhalt lag lange Zeit in der Scheeßeler Hallenluft, weil die überheblich aufspielenden Tigers statisch agierten und sich ihr Bester, Aufbauspieler Brandon Shingles, früh mit zwei Fouls „rausbiss“. Plötzlich lag der Gastgeber mit 23:9 vorn (8.). Der überragende Akteur auf dem Feld stand denn auch nicht auf Seiten der Gäste, sondern wuselte wieselflink durch deren Abwehrreihe: Joni Kaiser. Der Point Guard zeigte sein stärkstes Saisonspiel, zog etliche Fouls, kam auf erstaunliche 44 Punkte und eine bemerkenswerte Freiwurf-Quote – bei 28 Versuchen landete nur ein Ball nicht im Netz! „Von seiner Qualität leben wir ja“, betonte Coach Christian Greve, der auch Minuten nach der Partie wie aufgedreht wirkte. Trotz der weiter prekären Tabellenlage versicherte er durchaus glaubwürdig: „Unsere letzten Ergebnisse zeigen, dass wir zu den Top-Teams der Liga gehören. Die Energie ist super. Wir werden jetzt kein Spiel mehr verlieren!“

Mit 65:58 führten die Hurricanes übrigens noch in der 29. Minute, dann nutzten die Gäste jedoch ein unsportliches Foul des defensestarken Christoph Cordes, um sich wieder hungrig zu werfen. Um Aschersleben endgültig den letzten Zahn zu ziehen, fehlte es der BG ’89 letztlich auch an der nötigen Ausbeute unterm Korb, wo der verletzte Till Wargalla schmerzlich vermisst wurde. Christian Klemp und Magnus Kirschstein ackerten hier, ohne den entscheidenden Lohn einzufahren. „Stimmt, wir hatten schon ein paar Sachen, die wir hätten reinwerfen müssen“, räumte Klemp, seit kurzen wieder mit der Kapitänsrolle betraut, ein.

Trotzdem holten die Hurricanes einen Sieben-Punkte-Rückstand in den letzten zwei Minuen fast noch auf, doch Miller verpasste es, Joni Kaisers brillante Leistung zu krönen und sein Team in die Verlängerung zu bringen. „Das ist zwar ärgerlich, doch es tut uns eigentlich nicht weh“, verwies Christian Klemp auf die unterschiedlichen Ansprüche beider Teams und zog deshalb lieber die positiven Erkenntnisse aus der Niederlage.

BG ’89 Hurricanes: Cordes (5), Sievers (7), Melching, Birk, Roy, J. Kaiser (44), Klemp (4), Kirschstein (5), Behrendt, Miller (18).

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