„Für die Moral wichtig“

Routinier Mickelat schießt zehn Rotenburger nach 0:2-Rückstand zum 2:2 gegen Bornreihe

Halb verschwunden in Christoph Drewes´ Winterjacke, doch dem Doppeltorschützen Björn Mickelat ist die Freude trotzdem anzusehen.
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Halb verschwunden in Christoph Drewes´ Winterjacke, doch dem Doppeltorschützen Björn Mickelat ist die Freude trotzdem anzusehen.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Christoph Drewes, der vor kurzem für die Landesliga-Elf reaktivierte Abwehrchef des Rotenburger SV, musste sich schon ein wenig Häme gefallen lassen. Als er sich mit einer Gelb-Roten Karte in der 68. Minute verabschiedete, lag sein Team gegen den SV Blau-Weiß Bornreihe mit 0:2 hinten. Am Ende hieß es dank eines Doppelpacks von Björn Mickelat in der 75. Minute und der Nachspielzeit 2:2 (0:1). Drewes kommentierte es mit der nötigen Gelassenheit: „Ich freue mich tierisch für die Jungs. Da sieht man, dass sie ohne mich klarkommen.“

Vielleicht, das vermutete Drewes, habe sein berechtigter Platzverweis nach Foul am schnellen Jeremy da Rocha Nunes den Mitspielern auch den letzten Impuls gegeben. 0:2 hinten, ein Mann weniger und das Gefühl, den Referee Jona-Levi Stammwitz (Treubund Lüneburg) zu oft gegen sich zu haben – eigentlich waren die Gastgeber vor 170 Zuschauern bereits geschlagen. 

Erst das 0:1, das da Rocha Nunes clever für Torben Poppe vorbereitete, indem er an Atilla Iscan, Sebastian Czimmeck und Karol Karpus vorbeiging (29.). Dann auch noch der Patzer von Keeper Henner Lohmann, der den Distanzschuss von Artur Degtjarenko unter sich durchflutschen ließ (58.). „Das war eigentlich der Gnadenstoß“, dachte Coach Tim Ebersbach.

Bornreihe offensichtlich auch, denn in Überzahl vergaßen die lange Zeit überlegenen Mannen des lautstark dirigierenden Trainers Sasa Pinter, endgültig den Schlüssel umzudrehen. „Die haben uns eine kleine Tür offengelassen“, stellte auch Björn Mickelat fest. Er nutzte den Spalt, um durchzuhuschen. 

Fahrt aufgenommen: Arthur Bossert (am Ball) zieht an Bornreihes Kapitän Nils Gresens vorbei.

Zunächst verkürzte er per Strafstoß, nachdem Loris Menger den vorbeiziehenden Atilla Iscan runtergerissen hatte (75.). Und als sich die Rotenburger bereits über die sparsam bemessene Nachspielzeit von nur drei Minuten echauffiert hatten, blieb Mickelat mit all seiner Routinie ganz cool. Philip Bähr fällte Timo Kanigowski mit schmerzhaften Folgen am Schienbein für den Rotenburger, Mickelat nutzte ein kleines Loch in der Mauer und schob den Freistoß aus 20 Metern frech wie überlegt mit der Innenseite flach in die rechte Ecke (90.+4). Was folgte waren der ausgelassene Jubel und der Abpfiff.

„Ich glaube fest daran, dass man sich im Sport das Glück auch erarbeiten kann“, legte Ebersbach hinterher sein „Bekenntnis“ ab. „Mit zehn Mann nach 0:2 gegen Bornreihe zu punkten – das ist schon ein Hammer. Und es ist ein megawichtiger Punkt – gerade für die Moral.“ Zumal es in der Tabelle eng bleibt. Vier Punkte liegt der RSV weiter vor den Abstiegsrängen.

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