Historischer Sieg

Mickelat revanchiert sich bei Bossert – RSV 2:1

Adrian Chwiendacz (links) durfte an alter Wirkungsstätte von Beginn an ran. Hier attackiert er Bornreihes Jeremy da Rocha Nunes. Mit dem RSV feierte er einen 2:1-Sieg Foto: Freese

Bornreihe – Etwas Historisches ist den Landesliga-Fußballern des Rotenburger SV am Freitagabend gelungen – ohne, dass sie es im Vorfeld selbst geahnt hatten. Erstmals haben sie in diesem Jahrtausend ein Spiel beim SV Blau-Weiß Bornreihe gewonnen – und zwar mit 2:1 (1:0). Alle bisherigen Vergleiche bei den „Moorteufeln“ waren sonst verloren gegangen. Der RSV stockte sein Punktekonto damit auf 50 Zähler auf.

„Wir haben hier immer schlecht ausgesehen in den letzten Jahren. Da geht das jetzt runter wie Öl“, gestand RSV-Coach Tim Ebersbach, der auch als Spieler nie auf dem Platz bei Postels gewonnen hatte. Beim Last-Minute-2:2 im Hinspiel hatte Adrian Chwiendacz noch 85 Minuten auf der Bornreiher Bank gesessen, ehe er eingewechselt wurde. In der Winterpause kam der Mittelfeldspieler nach Rotenburg und durfte nun gegen die alten Kollegen von Beginn an ran. „Er hatte es sich verdient, und ich hatte mir erhofft, dass er gegen seinen Ex-Verein noch ein paar Prozent mehr raushaut“, erklärte Ebersbach.

Allerdings hatten die Bornreiher zunächst mehr vom Spiel, sodass der RSV-Trainer sein zu offensives Mittelfeld (Stefan Denker war sogar als zweite Spitze neben Arthur Bossert aufgelaufen) nach einer Viertelstunde ermahnte: „Jungs, wir brauchen zwei Sechser.“ Die Blau-Weißen verpassten es trotz anfänglichen Übergewichts, gegen die Rotenburger Dreierkette entscheidend Akzente zu setzen. Auch der baumlange Torben Poppe fand nur selten zu seinem Spiel und lieferte sich erst im zweiten Durchgang mit Christoph Drewes vermehrt Kopfballduelle. Der RSV kam zunehmend besser ins Spiel und wiederum mit seiner ersten echten Chance kurz vor der Pause zum Führungstreffer. Mickelat drückte den Querpass von Arthur Bossert zentral vor dem Tor über die Linie (43.).

Es kam sogar noch besser, denn nach einem gewonnenen Kopfball des starken Lucas Chwolka „revanchierte“ sich Mickelat mit einem gelungenen Pass in die Spitze auf Bossert. „So gehört sich das ja auch“, meinte der Torschütze des 2:0 schmunzelnd (53.). Allerdings schien sein Schuss auch nicht ganz unhaltbar gewesen zu sein, wenngleich Keeper Alexander Janosch im weiteren Verlauf noch mehrfach glänzend parierte – gegen Lucas Chwolka (55.) und zweimal gegen Denker (55./90.). So wurde es in der Schlussphase doch noch mal spannend, nachdem André Waldau per Distanzschuss verkürzt hatte (87.). „Aber wir haben aus dem Spiel heraus kaum etwas zugelassen. Das war eine reife taktische und spielerische Leistung“, stellte Ebersbach fest.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Prächtige Hortensien? Mit diesen Tricks klappt es bestimmt

Prächtige Hortensien? Mit diesen Tricks klappt es bestimmt

Spanien: Wo Formentera sogar Mallorca schlägt - und wo nicht

Spanien: Wo Formentera sogar Mallorca schlägt - und wo nicht

Brütende Hitze in Deutschland - Zum Wochenstart Abkühlung

Brütende Hitze in Deutschland - Zum Wochenstart Abkühlung

Brandschutzprüfung: Polizei bricht in „Rigaer 94“ Türen auf

Brandschutzprüfung: Polizei bricht in „Rigaer 94“ Türen auf

Meistgelesene Artikel

Als EM-Erlöser Leon Goretzka 2011 in Rotenburg auflief ...

Als EM-Erlöser Leon Goretzka 2011 in Rotenburg auflief ...

Als EM-Erlöser Leon Goretzka 2011 in Rotenburg auflief ...
Der TuS Hemsbünde fliegt nicht mehr „unter dem Radar“

Der TuS Hemsbünde fliegt nicht mehr „unter dem Radar“

Der TuS Hemsbünde fliegt nicht mehr „unter dem Radar“
Heeslinger SC verpflichtet Raoul Cissé aus Kiel

Heeslinger SC verpflichtet Raoul Cissé aus Kiel

Heeslinger SC verpflichtet Raoul Cissé aus Kiel
Andresens „Kniefälle“: Defensivspieler beendet sein Oberliga-Projekt beim RSV

Andresens „Kniefälle“: Defensivspieler beendet sein Oberliga-Projekt beim RSV

Andresens „Kniefälle“: Defensivspieler beendet sein Oberliga-Projekt beim RSV

Kommentare