Routinier verlässt RSV und wird Trainer beim TuS Zeven / „Hätten die im März mit uns gesprochen …“

Mickelat macht den Abflug

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Und tschüss: Björn Mickelat (r.) verabschiedet sich nach der Saison vom RSV. Hier nimmt er Axel France in den Arm. ·

Rotenburg - Von Matthias FreeseHat der Ausverkauf bei den Oberliga-Fußballern des Rotenburger SV bereits begonnen? Björn Mickelat hat jedenfalls den Anfang gemacht. „Ich habe dem RSV abgesagt“, erklärte er gestern. Gleichzeitig verriet der 33-Jährige seinen neuen Club: Der Allrounder, der seit der Rückrunde als einzige Sturmspitze agiert, wird in der nächsten Saison Trainer des Bezirksligisten TuS Zeven.

Am Mittwoch informierte der sechsfache Saisontorschütze Rotenburgs Vorsitzenden Henri Ohlmann. Der wiederum tat gestern noch so, als hätte sich personell nichts getan: „Wenn wir was haben, berichten wir es auch. Ich bin in den Gesprächen, im Moment ist noch nichts abgeschlossen“, erklärte er nur.

Für die „Akte“ Mickelat trifft das nicht zu. Und der gebürtige Eberswalder, der lange Jahre für den TuS Heeslingen gespielt hatte, ehe er vor zwei Jahre zum RSV kam, pries schon mal seinen künftigen Verein. „Am Anfang war ich etwas skeptisch, aber die haben sich echt gekümmert. Ich habe richtig Bock, zumal ich die Jungs alle kenne.“ In Zeven wohnt Mickelat nur einen Steinwurf entfernt vom Sportplatz, dort beerbt er den bisherigen Coach Peter Leschniok. Der Novize auf der Bank sieht sich dabei eher als Coach denn als Spielertrainer und glaubt auch nicht, dass es ein Nachteil ist, keine Lizenz zu haben: „Ich habe die letzten zwölf Jahre ein paar sehr gute Trainer gehabt, da konnte ich einiges mitnehmen“, so Mickelat.

Der Rotenburger SV verliert damit den ersten Stammspieler, der unbedingt gehalten werden sollte. Und das hat sich der Club womöglich selbst zuzuschreiben. „Die Gespräche sind da doch sehr, sehr spät gelaufen. Da war der Kontakt mit anderen Vereinen viel früher. Da überlegt man sich natürlich, was los ist“, kritisiert der Routinier und glaubt: „Wenn die im März mit uns gesprochen hätten, hätten sofort acht Spieler zugesagt. So hat noch keiner zugesagt – und wir haben Mai!“ Klingt nicht so, als würde Mickelat der einzige Spieler bleiben, der dem RSV den Rücken kehrt.

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