Komplimente für Karpus

1:0 – RSV bringt zum Saisonstart Sieg aus Ahlerstedt mit

Ganz schön abgehoben: Björn Mickelat demonstriert nach dem 1:0 seine Sprungkraft mit ausgestreckten Armen (Bild links). Bodenkontakt nehmen wiederum Marcello Muniz (Bild oben rechts, am Ball gegen Jan-Phillip Steenbock) und Karol Karpus (Bild darunter, gegen Marcel Brunsch) auf. Und Yannick Chwolka versucht, per Tunnel an Steenbock vorbeizukommen. - Fotos: Freese
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Bodenkontakt nehmen wiederum Marcello Muniz (Bild oben rechts, am Ball gegen Jan-Phillip Steenbock) und Karol Karpus (Bild darunter, gegen Marcel Brunsch) auf. Und Yannick Chwolka versucht, per Tunnel an Steenbock vorbeizukommen.

Aus Ahlerstedt berichtet Matthias Freese. Als die erfolgreiche Mannschaft ziemlich fix vom Auslaufen zurück war, tat Olaf Mattner ganz ungläubig. „Eine Runde?“, fragte der Co-Trainer des Rotenburger SV die Spieler, ehe er selbst darüber lachen musste.

Schließlich waren die Landesliga-Fußballer von der Wümme in den 94 Minuten zuvor schon genug unterwegs gewesen – und hatten zum Punktspielstart ebenso überraschend wie verdient einen 1:0 (0:0)-Sieg im Auetal-Stadion des selbsternannten Titelanwärters SV Ahlerstedt/Ottendorf errungen.

Auch Coach Tim Ebersbach hatte seinen Puls längst wieder heruntergefahren. Vor dem Spiel war die Laune bei ihm noch deutlich unterhalb der Grasnarbe gewesen, sah er sich doch damit konfrontiert, dass er seine angestammte Doppel-Sechs komplett ersetzen musste. Neuzugang Stefan Denker war von einer Grippe niedergestreckt worden, Tobias Kirschke sagte wegen einer Familienfeier erst am Vormittag ab. „Wir mussten alles über den Haufen werfen, aber die Jungs haben die richtige Antwort gegeben“, stellte der Trainer fest. 

Der eigentlich für das Abwehrzentrum vorgesehene Timo Kanigowski übernahm zusammen mit Lucas Chwolka den Part im defensiven Mittelfeld, dafür rückte Karol Karpus hinten an die Seite von Jannis Niestädt und agierte so souverän, dass Ebersbach ihn nach dem Spiel vor der kompletten Mannschaft besonders hervorhob. Auch Mitspieler Kanigowski betonte: „Karol hat ein Bombenspiel gemacht, Niestädt ebenfalls. Und von unseren Chancen her war der Sieg auch verdient.“

Während die Defensive hinten nichts zuließ, der RSV gut gestaffelt stand und auch die Stürmer Arthur Bossert und Björn Mickelat immer wieder mit nach hinten arbeiteten, hatte Ahlerstedt spürbare Probleme mit dem schnellen Umschaltspiel der Gäste. „Mit unserem Mittelfeld-Pressing haben wir gut zugeschlagen und Nadelstiche gesetzt. Außerdem sind wir sehr sauber zurück in unsere Positionen gekehrt“, meinte Ebersbach.

Auch wenn die Spielvereinigung gefühlt mehr Ballbesitz hatte, wusste sie vor rund 160 Zuschauern nur wenig damit anzufangen. Die dicken Chancen – insbesondere im ersten Durchgang – besaß der RSV. Mickelat (4.), Karpus (14.) und Marcello Muniz (24.) standen dicht vor dem Torjubel. Unmittelbar nach der Pause vereitelte Keeper Henner Lohmann die beste Möglichkeit der Gäste gegen Jannes Wulff (46.). Später trat der eingewechselte Matthias Meibohm noch aussichtsreich über den Ball (67.). 

Ganz schön abgehoben: Björn Mickelat demonstriert nach dem 1:0 seine Sprungkraft mit ausgestreckten Armen.

Unmittelbar zuvor hatten die Rotenburger ihren schönsten Spielzug mit den 1:0 veredelt. Bossert und Mickelat hatten die Szene mit einem Doppelpass eingeleitet, Muniz scheiterte an Torwart Jannis Trapp, ehe Mickelat abstaubte und zum Jubel in die Luft ging (66.). Yannick Chwolka hätte mit einem Solo in den gegnerischen Fünfer sogar erhöhen können, traf aber nur den Pfosten (87.). „Dass die es am Ende mit ihrer Kopfballstärke noch versuchen, ist doch klar. Aber wir haben nichts aus dem Spiel heraus zugelassen“, stellte Ebersbach fest.

Bei den Ahlerstedtern schienen die Nerven ob des drohenden Fehlstarts schon frühzeitig angegriffen zu sein. Vor allem Yannick Chwolka hatten sie auf dem Kieker, nachdem er bei einer „Flugeinlage“ auf Elfmeter spekuliert hatte. Fortan wurde er auch von den Ersatzspielern immer wieder angepöbelt. „Alles im Rahmen“, stellte Timo Kanigowski aber gelassen fest. Die Punkte gingen schließlich mit nach Rotenburg – und nur das zählte.

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