Mickelat und Costly treffen – aber RSV bleibt nach 2:0-Sieg auf Abstiegsplatz

Schöne Abschiedsgeschenke

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Jelle Röben (l., gegen Jan Steininger) bereitete das 1:0 des RSV vor. Für ihn und seine Mitstreiter reichte der 2:0-Sieg aber nicht zum sicheren Klassenerhalt.

Rotenburg - Sie versuchten ihren Ärger und ihre Enttäuschung im Zaum zu halten. Auch Jan Fitschen: „Wir können uns nichts vorwerfen“, stellte der künftige Coach fest.

Nach aktuellem Stand ist sein Rotenburger SV aus der Fußball-Oberliga abgestiegen – die Wümme-Kicker hatten im Saisonfinale zwar mit einem 2:0 (0:0)-Heimsieg gegen den VfL Bückeburg ihre Hausaufgaben erledigt, doch kam es, wie von ihnen befürchtet. Das 1:1 zwischen dem TSV Ottersberg und dem VfL Oldenburg genügte den beiden Mitkonkurrenten. Der RSV kann als 13. nur noch hoffen, dass dieser Platz nachträglich reicht.

„Wir sind Rückrunden-Vizemeister – das ist à la bonne heur. Eigentlich hätten wir den Klassenerhalt verdient gehabt“, verwies RSV-Stürmer Björn Mickelat auf die Statistik. Und der scheidende Coach Benjamin Duray merkte an: „Mit 37 Punkten abzusteigen, ist hart.“ Zumal die gerettete Konkurrenz von der Wümme und der Hunte nur das bessere Torverhältnis hatte. „Die Jungs haben Dinge vollbracht, die ihnen keiner zugetraut hat – auch wenn unsere Freunde in Ottersberg offensichtlich wussten, wie sie spielen müssen“, kommentierte der RSV-Vorsitzende Henri Ohlmann. „Das war ja zu erwarten“, meinte auch Duray. Echte Vorwürfe Richtung Ottersberg hören sich anders an.

Dem RSV bleibt jetzt nur noch die Chance, dass Vizemeister FT Braunschweig der Aufstieg über die Relegationsrunde gelingt und damit aus dem viertletzten Tabellenrang noch ein Nichtabstiegsplatz wird. Oder aber Regionalliga-Absteiger SV Wilhelmshaven doch in die Landesliga runter muss. „Das ist jetzt ein bisschen blöd für die Planung“, weiß auch Fitschen.

Gegen Bückeburg taten sich die Gastgeber vor rund 160 Zuschauern eine Halbzeit lang recht schwer und hätten sich auch über einen Rückstand nicht beschweren dürfen. Nach der Pause stellte Duray auf das erfolgreiche 4-1-4-1-System um – mit Erfolg. Die Tore steuerten schließlich zwei Offensivkräfte bei, die nächste Saison nicht mehr zum Kader gehören. Das 1:0 markierte Björn Mickelat aus spitzestem Winkel per Abstauber, nachdem Keeper Patrick Spilker einen Schuss von Jelle Röben pariert hatte (64.). „Eigentlich geht das gar nicht, das war fast von der Grundlinie. Aber ich kann das“, meinte der Kunstschütze über seinen Kracher. Sehenswert war auch das 2:0 von Marcel Costly, der einen langen Ball von Mickelat aus 13 Metern über Spilker hinweg ins Tor köpfte und dabei vom Torwart noch umgerempelt wurde (88.). Die Freude nach dem Abpfiff hielt sich jedoch in Grenzen. Keine Viertelstunde war der RSV zwischenzeitlich gerettet und Oldenburg abgestiegen gewesen.

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