Rotenburg gewinnt 37:25 gegen Elsfleth

Michel Misere macht mobil und steuert zwölf Tore bei

Michel Misere (am Ball) springt hoch und setzt mit dem linken Arm zum Wurf des Balles an.
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Mit links! Rotenburgs Top-Goalgetter Michel Misere (am Ball) zieht wieder einmal ab. Zwölfmal traf er.

Es war das zweite Spiel für Co-Trainer Alexander Bart als „Chef“. Mit reichlich Unterstützung gelang ihm der zweite Sieg in der Rolle.

Rotenburg – Der „Diver“ war einfach Pflicht. Nach so einem klaren Sieg erst recht. Gleich mit 37:25 (19:12) warfen sich die Oberliga-Handballer des TuS Rotenburg gegen den Elsflether TB ihren Frust nach den jüngsten Niederlagen von der Seele und setzten sich damit vom Rivalen ein wenig ab. „Das war eine Art Endspiel, schließlich wissen wir ja nicht, wie die Saison weitergeht“, sagte Interimstrainer Alexander Bart und verwies auf die aktuelle Corona-Lage. Eine erneute Unterbrechung der Saison ist denkbar – schon am Montag beraten Verband und Vereine das weitere Vorgehen.

Einfach durch: Sören Heyber (M.) ist von Florian Doormann (r.) und Fynn Oberegger nur schwer zu stoppen.

Bart hatte dabei zum zweiten Mal in dieser Saison Nils Muche vertreten, da der Cheftrainer aufgrund der neuen 2G-Regel nicht in der Halle sein durfte. Er ist bisher einmal geimpft. Verstärkung hatte der eigentliche Co-Trainer reichlich. So rückte der in der Oberliga erfahrene Teammanager Johann Knodel ans andere Ende der Bank, außerdem agierte immer wieder der angeschlagene und nicht auflaufende Rückraumspieler Tim Kesselring, selbst Trainer der B-Jugend, an der Seite des 31-Jährigen. „Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir alle ,Ali‘ unterstützen – das war echt gut. Wenn du gewinnst, ist es natürlich einfacher, aber jeder hat vom Mitspieler etwas angenommen“, betonte Kesselring.

Bart selbst hatte „richtig Spaß“ am Auftritt seiner Jungs. „Aber mir ist auch eine Last runtergefallen.“ Er hatte zuvor mit Muche telefoniert, alles durchgesprochen „und seine Meinung eingeholt. Umso schöner, dass wir dem Coach gezeigt haben, dass wir es umsetzen können. Alle waren gebrieft und haben den Kampf angenommen“.

Im Team: Tim Kesselring (l.) und Alexander Bart.

Auch Linksaußen Lukas Misere fand: „Wir haben ein Zeichen gesetzt und in der Höhe absolut verdient gewonnen.“ Den Grundstein sah er in der Abwehr gelegt. „Dadurch sind wir konsequent in die erste und zweite Welle gekommen, hätten allerdings noch mehr wegziehen können.“ Keeper Yannick Kelm hielt schon frühzeitig wichtige Bälle, vorne warf sich Rechtsaußen Daniel Barkholdt nach ein paar Fehlversuchen warm – und erneut avancierte Michel Misere im rechten Rückraum zum besten und effektivsten Werfer. Wieder einmal traf er zweistellig – zwölf Tore! „Was er macht, ist Bombe“, fand Bart.

Nach einem 0:2-Rückstand nahmen die Rotenburger vor knapp 120 Zuschauern Fahrt auf und gaben ihre Führung nicht mehr ab. In der zweiten Halbzeit verkürzte Elsfleth durch Linksaußen Henrik Tolck noch auf 20:25 (43.), doch mit dem ersten Tor des eingewechselten Chris-Ole Brandt zum 30:22 schien der Widerstand der Mannen aus dem Kreis Wesermarsch gebrochen (49.). Klares Indiz auch: Fünf Minuten vor dem Abpfiff räumte Kelm seinen Platz im Tor für Matthis Köhlmoos und klatschte bereits die Kollegen auf der Bank ab. Auf die Zugabe, den „Diver“ Richtung Tribüne, verzichtete der Keeper allerdings.

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