Ende der harmonischen Doppelspitze

TuS Bothel: Meyer steigt noch vor der Saison aus

Christoph Meinke (l.) und Tomas Meyer an der Seitenlinie des TuS Bothel: Diese Kombination wird es – wie hier in der Pokalpartie gegen den SV Ippensen – in der neuen Punktspielrunde nicht mehr geben. Meyer verkündete seinen Ausstieg. - Foto: Freese
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Christoph Meinke (l.) und Tomas Meyer an der Seitenlinie des TuS Bothel: Diese Kombination wird es – wie hier in der Pokalpartie gegen den SV Ippensen – in der neuen Punktspielrunde nicht mehr geben. Meyer verkündete seinen Ausstieg.

Bothel - Von Matthias Freese. Geknallt hat es nicht – das betonen alle Beteiligten. Konsequenzen gibt es trotzdem: Kurz vor dem Saisonstart steigt Coach Tomas Meyer beim Fußball-Bezirksligisten TuS Bothel aus. Nach zehn Monaten ist die Trainer-Doppelspitze damit schon wieder Geschichte. „Verschiedene Sichtweisen“, nennt Abteilungsleiter Hans-Jürgen Schlifelner als Grund und bekräftigt: „Es gab keinen Stress.“ Spielertrainer Christoph Meinke ist damit künftig wieder der alleinige Chef.

„Es gab drei, vier Punkte, die ich als Trainer anders sehe und die nicht verhandelbar waren. Da hätte sich Christoph dann verbiegen müssen oder ich hätte in den sauren Apfel beißen müssen. Damit wollte ich nicht in die Saison starten. Das haben wir beide auch erkannt“, erklärt Meyer seinen Ausstieg, ohne konkrete Beispiele nennen zu wollen. „Wir haben immer gute Kompromisse gefunden, es lief alles super harmonisch, aber ich kann Tomas auch verstehen“, kommentiert Meinke wiederum das Ende der Zusammenarbeit, die konkret noch bis zum 8. August läuft – bis zwei Tage vor dem ersten Punktspiel steht Meyer zur Verfügung.

Schlifelner sucht einen Co-Trainer

„Wir hätten gerne mit Tomas Meyer weitergemacht, denn wir haben auch sehr von ihm profitiert“, betont Schlifelner und gesteht, selbst von der Entwicklung überrascht gewesen zu sein. Dass der Zeitpunkt eher unpassend ist, weiß auch Meyer: „Aber nach der Sommerpause ist es mir klarer geworden. Da fing die Vorbereitung an und ich habe gemerkt, dass da Punkte sind, bei denen ich nicht mitgehen kann“, sagt er und glaubt nicht, dass nun alles zusammenbricht: „Ich bin ja auch in ein bestehendes System gekommen, was funktioniert hat. Christoph hat da die letzten zwei Jahre Pflöcke eingeschlagen und erfolgreich gearbeitet.“ Zwei Mal gelang der Klassenerhalt.

Für Meinke bedeutet die Rückkehr zur alleinverantwortlichen Trainertätigkeit allerdings einen Mehraufwand. Da passt es eigentlich überhaupt nicht, dass sich in seinem Stab weitere Baustellen auftun. Da Torben Klinger auch wieder selbst aufläuft, steht er nur noch als spielender Co-Trainer zur Verfügung. Hendrik Meinke, Co- und Torwartrainer, beginnt außerdem Ende August sein Auslandssemester. Zudem verschlägt es den sportlichen Leiter Dennis Schlifelner beruflich nach Nürnberg. „Es ist dann keiner mehr da, der auch die administrativen Dinge übernehmen kann. Da sind wir jetzt auf der Suche“, sagt Hans-Jürgen Schlifelner.

Für Tomas Meyer ist das Experiment mit der Doppelspitze für die Zukunft übrigens ausgeschlossen. „Das könnte ich mir nicht mehr vorstellen. Ich schätze Christoph so sehr, dass er das exklusiv hat. Diese enge und vertrauensvolle Beziehung bleibt auch bestehen“, bestätigt der 53-jährige Scheeßeler. Meinke hatte bereits als A-Jugendlicher unter ihm beim Rotenburger SV trainiert.

Ob Meyer in der bevorstehenden Saison woanders als Trainer einsteigt, will er wiederum nicht ausschließen: „Kommt ganz darauf an. Wenn meine Art und Weise passt, warum nicht? “, meint er und gibt zu bedenken: „Ich bin aber auch ein Trainer mit Ecken und Kanten, ich polarisiere.“

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