Spitzenspiel in Sottrum endet 1:1 / Brillowski gleicht aus und muss mit Rot vom Platz

Nur Meyer knackt die Abwehr

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Konsequent verteidigte Rotenburgs Routinier Patrick Werna – und schonte dabei weder Gegner noch sich. Der Sottrumer Finn Herwig kommt in dieser Szene jedenfalls nicht vorbei. Später schied Werna mit Leistenproblemen aus.

Sottrum - Von Matthias Freese. Das Bruderduell fiel aus. Wohlgemerkt nur das Bruderduell. Dominik und Daniel Reuter, für den TV Sottrum und den Rotenburger SV II in der Fußball-Kreisliga am Start, hatten den Zeitpunkt für eine rechtzeitige Rückkehr aus München verpasst.

Am späten Freitagabend war das Spitzenspiel auf der Ahe-Sportanlage abgeblasen worden – doch die Geschwister hatten nicht mit einem Heimrechttausch gerechnet. Am Sonnabendvormittag wurde das Spiel nach Sottrum verlegt, auch wenn es dort keinen Sieger gab – am Ende stand ein leistungsgerechtes 1:1 (1:1).

Aus dem Spitzenquintett der Liga profitierte der TV Sottrum noch am ehesten vom Remis – er behält die Tabellenführung, nachdem die Partie des Verfolger SG Unterstedt beim FC Alfstedt/Ebersdorf ausfiel, sich der Heeslinger SC beim FC Ostereistedt/Rhade erneut einen Lapsus inklusive 0:5-Wertung erlaubte und der Bremervörder SC nur 1:1 gegen den TSV Bülstedt/Vorwerk spielte. Rotenburgs Coach Christoph Drewes haderte denn auch mit dem Punkt: „Wir waren die Mannschaft, die mehr investiert hat“, fand er.

Allerdings gerieten die Gäste von der Wümme in der Schlussphase auch noch unter Druck, weil sie ab der 74. Minute nur noch zu zehnt waren. Patrick Brillowski hatte Rot gesehen – nach Aussage des Rotenburgers ein Missverständnis, weil er nur über das Geläuf gemeckert habe. Referee Andreas Waag (MTV Wilstedt) hatte die Kritik jedoch auf sich bezogen. Kurz vor Schluss musste auch noch Co-Trainer Alexander Bese die Coaching-Zone verlassen. Was er gesagt hatte? „Das war nicht jugendfrei“, meinte er später schmunzelnd.

Ein chancenarmes Derby

Vor rund 100 Zuschauern hatte Sottrum auf dem tiefen Nebenplatz einen optimalen Start erwischt und war nach einem feinen Pass von Matthias Michaelis durch Marvin Meyer in Führung gegangen (8.). Es war der einzige Bock der RSV-Defensive, die fortan vor allem dank der Innenverteidiger Florian Tinzmann und Patrick Werna sicher stand. „Rotenburg ist nicht einfach zu spielen. Die waren auch im Mittelfeld robust und stets gefährlich“, bemerkte Sottrums Trainer Vitalij Kalteis. So war es eine logische Folge, dass dem im offensiven Mittelfeld aufgebotene Brillowski (eine Kante wie Kalteis früher) der Ausgleich gelang. Nach einem verlängerten Freistoß von Kay Slominski köpfte er ein (23.).

Es blieb jedoch ein chancenarmes Derby, auch weil Sottrum offensiv zu wenig einfiel und der mit muskulären Problemen ausgefallene Andrej Edel fehlte. Vor allem aber erlaubte sich der Spitzenreiter im Zentrum viel zu viele Fehlpässe. „Wir hatten mehrere gute Ballgewinne, die wir aber schlecht ausgespielt haben. Sottrum hat es uns leicht gemacht, aber wir haben nie den präzisen Ball gespielt“, ärgerte sich Drewes, der in der 83. Minute noch Werna mit Leistenproblemen auswechseln musste – für ihn kam Erste-Herren-Coach Tim Ebersbach zu seinem zweiten Saisoneinsatz.

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