Kreisliga-Absteiger installiert Trainer mit Stallgeruch 

Meyer heißt Stemmens Lösung

Stefan Ehrke (vorne) und Nils-Ole Beckmann (l.) sind auch in der neuen Saison als Führungsspieler gefordert. Foto: Freese
+
Stefan Ehrke (vorne) und Nils-Ole Beckmann (l.) sind auch in der neuen Saison als Führungsspieler gefordert.

Stemmen - Von Nicolas Tréboute. Kostengünstig, erfahren, und dazu noch reichlich Stallgeruch. Gut eine Woche nach dem Abstieg aus der Fußball-Kreisliga hat der TV Stemmen einen Nachfolger für den bisherigen Trainer Carsten Knaak gefunden. Der neue Mann an der Seitenlinie ist zumindest in Stemmen kein Unbekannter. Sein Name: Heiko Meyer. „Ich bin schon ein bisschen länger raus, aber dem Verein sehr verbunden und weiß wie schwierig es ist, eine Alternative zu finden“, begründet Meyer die Motive für die Übernahme des Postens.

Der C-Lizenzinhaber ist seit 1973 Vereinsmitglied, lebt in Stemmen, war von 1998 bis 2003 schon einmal Spielertrainer und ist somit ein echtes Urgestein. Die Tatsache, dass er seit längerer Zeit nicht mehr im Trainergeschäft ist, konnte die Verantwortlichen daher nicht abschrecken. „Einen Trainer zu finden, ist heutzutage nicht so einfach. Wir haben aber schon länger über Heiko nachgedacht“, gesteht Stemmens Fußball-Boss Tim Pyka, der zugleich die Vorzüge des neues Coaches hervorhebt. „Er ist fachlich sehr, sehr gut, kann gut mit jungen Leuten und hat selbst über 40 Jahre Fußball gespielt. Außerdem hat er die nötige Geduld“, lobt Pyka und spricht damit ein großes Problem beim zukünftigen Club der 1. Kreisklasse Süd an.

Zuletzt verzweifelte Übungsleiter Knaak an der mangelnden Trainingsbeteiligung seines Teams, die sich vor allem in den Relegationsspielen gegen die SG Hamersen/Sittensen und den TSV Karlshöfen (jeweils 1:1) bemerkbar machte. In beiden Partien hatte Stemmen nach etwa 60 Minuten nichts mehr zuzusetzen und taumelte dem Schlusspfiff entgegen. „Ich glaube nicht, dass die Trainingsbeteiligung bei anderen Vereinen höher ist als bei uns. Das ist ein Märchen“, wehrt sich Meyer jedoch gegen den Ruf seiner neuen Mannschaft, die trotz des Abstiegs keine Abgänge zu verzeichnen hat.

C-Lizenzinhaber Heiko Meyer ist ein echtes Stemmer Urgestein.

Mit dem defensiven Mittelfeldmann Marvin Lemke vom SV Lauenbrück (2. Kreisklasse Süd) steht sogar bereits ein Neuzugang fest. Und es soll nicht der letzte sein. „Wir wollen ein bisschen mehr Breite in den Kader bekommen“, verrät Pyka. Der Stemmer Fußball-Boss glaubt, dass das Team stark genug ist, um die direkte Rückkehr in die Kreisliga anzupeilen. „Die Mannschaft verändert sich nicht und das Potenzial haben wir. Der Wiederaufstieg muss das Ziel sein.“

Trainer Meyer warnt allerdings vor überzogenen Erwartungen und erinnert daran, dass mit dem SV Rot-Weiß Scheeßel ein Verein den Gang in die 1. Kreisklasse Süd angeht, der eine ähnliche Zielsetzung haben wird. „Ich möchte mit dem Team oben mitspielen. Der direkte Wiederaufstieg wird aber kein Selbstläufer“, merkt der 52-Jährige an.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

USA raten zum Tragen von Masken - Trump will nicht

USA raten zum Tragen von Masken - Trump will nicht

Politik appelliert: Anti-Corona-Maßnahmen einhalten

Politik appelliert: Anti-Corona-Maßnahmen einhalten

Erfolgsgeschichte: Mit dem Octavia begann Skodas Aufstieg

Erfolgsgeschichte: Mit dem Octavia begann Skodas Aufstieg

Der Blauregen hat viel Kraft

Der Blauregen hat viel Kraft

Meistgelesene Artikel

Basketball-Bundesligen ohne Abschlusstabellen

Basketball-Bundesligen ohne Abschlusstabellen

Handballer Max Nosowadtko muss Afrika-Abenteuer absagen

Handballer Max Nosowadtko muss Afrika-Abenteuer absagen

Junge Spieler aus der Region entscheiden sich gegen TuS Rotenburg – Warum?

Junge Spieler aus der Region entscheiden sich gegen TuS Rotenburg – Warum?

Kirchwalsede darf aufsteigen

Kirchwalsede darf aufsteigen

Kommentare