Hart geführtes Derby ist früh eine klare Sache – 29:22 / Imposante Kulisse

Als Meyer aufdreht, ist Sottrum längst am Feiern

Es ging zur Sache im Derby der Landesliga: Hier stoppen die Rotenburger Steffen Aevermann (r.) und Christian Hausdorf gerade Sottrums Kreisläufer Christian Warschke.

Kreis-Rotenburg - Von Matthias FreeseSOTTRUM · Diese Hymne hat Hit-Potenzial – vorausgesetzt, die Erfolgstour des TV Sottrum geht so weiter: „Hölle Nord am Bullenworth – hier regieren nur wir“, dröhnte es schon vor dem Anpfiff aus den Boxen. Es war die passende musikalische Begleitung zum Derby der Handball-Landesliga gegen den TuS Rotenburg. Seine Vormachtstellung untermauerte der Tabellendritte nämlich mit einem 29:22 (18:10)-Erfolg – und einer in der ersten Hälfte eindrucksvollen Leistung. Es war der siebte Sieg in Serie!

Rund 350 Zuschauer hatten für eine rekordverdächtige Kulisse gesorgt. „Das hat man nicht oft in der Landesliga“, war auch Sottrums Rückraumspieler Benjamin Schnäpp begeistert. Wirkte diese Unterstützung für die Gastgeber anscheinend anregend, so agierte der Aufsteiger von der Wümme eine Halbzeit lang scheu wie eine Gruppe junger Rehe. Und unvorsichtig obendrein. „Die ersten zehn, zwölf Minuten haben wir verpennt. Da kamen wir dann nicht mehr hinterher“, wusste auch Rotenburgs Coach Götz Siegmeyer um die frühe Vorentscheidung. Das Kuriose: Die abwehrstarken Sottrumer taten das, was die Rotenburger eigentlich stark macht – sie kamen mit etlichen Gegenstößen zum frühen 8:2 (11.), das Julian Eggert in der 26. Minute sogar auf 17:7 ausbaute. Kristian Buthmann hatte die Gäste zwischenzeitlichen sogar mit dem Rücken zum Tor stehend düpiert und getroffen.

„Rotenburg zeigt ja keinen schlechten Handball, aber wir wussten, dass sie in der Abwehr auch ein bisschen Harakiri spielen“, sah sich Sottrums Trainer Norbert Kühnlein bestätigt. Hinzu kam, dass Ulrich Bartsch im Sottrumer Kasten etliche dankbare Bälle „serviert“ wurden und er am Ende auf 14 Paraden (davon ein Siebenmeter) kam.

„Uns fehlte der Biss, Sottrum hatte eine ganz andere Körperspannung“, musste Rotenburgs eigentlicher Goalgetter Malte Fresen (nur ein Tor!) eingestehen: „Auch ich habe alles verballert.“ So stellte Siegmeyer früh um, stellte Johann Knodel vom linken Rückraum auf Rechtsaußen.

Respekt verschafften sich die Gäste allerdings mit ihrer Leistung im zweiten Durchgang. Nun zeigten sie den nötigen Kampfgeist, überschritten aber auch etwas übermotiviert manche Grenzen. Die Härte in diesem heißen Derby nahm zu, am Ende hatten die Schiedsrichterinnen Traude Wicke/Kirsten Schatzer (Bremen) sechs Zeitstrafen für Sottrum und zehn für Rotenburg verteilt. Gäste-Routinier Steffen Aevermann sah nach seiner dritten dann Rot, nachdem er sich Christian Warschke an den Hals gehängt hatte (38.). Unmittelbar zuvor war er mit Eric Kruse kräftig aneinandergeraten.

Rotenburgs bester Mann stand übrigens von der 13. bis zur 54. Minute im Tor: Alexander Meyer brachte Sottrum speziell zu Beginn der zweiten Hälfte mit Glanztaten im Akkord zur Verzweiflung – doch da waren Kruse & Co. ja längst auf und davon gezogen.

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