Meppens Coach Christian Neidhart spricht über das heutige Pokalspiel gegen den Rotenburger SV

„Wir nehmen die Partie sehr ernst“

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Für Christian Neidhart ist das heutige Pokalspiel gegen den RSV „eine der wichtigsten Partien der Saison“.

Rotenburg - Von Mareike Ludwig. Für Christian Neidhart ist die heutige Begegnung beim Fußball-Oberligisten Rotenburger SV „eine der wichtigsten Partien der Saison“. Der Trainer des Regionalligisten SV Meppen lässt keinen Zweifel daran aufkommen, dass die Qualifikation für den DFB-Pokal das oberste Ziel der Emsländer ist.

Um dieser Vorgabe einen großen Schritt näherzukommen, müssen die Blau-Weißen jedoch erstmal im Viertelfinale des NFV-Pokals den RSV aus dem Wettbewerb schmeißen. Im Vorfeld haben wir mit dem 45-Jährigen über die Meppener Fanszene, die eigenen Gesetze des Pokals und den Wümme-Club gesprochen.

Herr Neidhart, der RSV ist erstaunlich gut in die noch junge Saison gestartet, während der SV Meppen offensichtlich Probleme hatte. Wie erklären Sie sich den missglückten Auftakt?

Christian Neidhart: Wir haben wirklich gut gespielt und unsere Leistung abgerufen. Das Einzige, was nicht gestimmt hat, sind die Ergebnisse. Daher bereitet mir der Saisonstart auch kein Kopfzerbrechen.

Und woran hat’s dann gelegen?

Neidhart: Unsere Chancenverwertung war bislang unser großes Manko. Wir müssen einfach die Tore schießen. Wichtig ist jedoch, dass wir uns immer wieder Möglichkeiten erarbeiten. Schlimm wäre es, wenn die Leistungen nicht stimmen würden.

Oder liegt es vielleicht auch daran, dass es mit Pokal und Liga zu Saisonbeginn Schlag auf Schlag geht, die Belastung also sehr hoch ist?

Neidhart: Das ist nicht das Problem, schließlich haben wir einen sehr großen Kader. Außerdem ist das der normale Gang. Alle Mannschaften sind davon betroffen.

Im Pokal-Achtelfinale hat sich Ihr Team aber sogar gegen den klassentieferen TB Uphusen schwer getan.

Neidhart: Das stimmt so nicht. Unser Auftritt war schon souverän. Das Ergebnis gibt den Spielverlauf nur nicht wieder. Davon abgesehen, hat der Pokal seine eigenen Gesetze. Es kann immer mal eine Überraschung geben. Daher gehen wir auch sehr respektvoll an die Aufgaben heran.

Also besteht auch nicht die Gefahr, dass Ihre Mannschaft den RSV unterschätzen wird?

Neidhart: Nein, die besteht bei uns nicht. Wir nehmen die Partie sehr ernst. Jeder weiß, dass wir die Begegnung gewinnen müssen, um den ersten Fuß in der Tür zu haben.

Was meinen Sie genau damit?

Neidhart: Uns fehlen nur noch zwei Siege, um sicher für den DFB-Pokal qualifiziert zu sein. Das wollen wir unbedingt schaffen. Wir wissen aber natürlich, dass es sehr schwer wird.

Die nächste Hürde ist der RSV. Haben Sie das Team im Vorfeld beobachtet?

Neidhart: Normalerweise gucken wir uns unsere Gegner immer genau an. Da nach Bekanntgabe der Auslosung und dem Spieltermin nicht viel Zeit war, war es dieses Mal leider nicht möglich. Wir haben aber das Glück, dass der RSV gerade bei unserem Nachbarverein SC Spelle-Venhaus gespielt hat. Mit Trainer Siegfried Wolters werde ich mich noch austauschen. Seine Hilfe nehme ich gerne an.

Am Wochenende erhielten im Vorfeld des Spiels gegen den VfB Oldenburg gleich 86 Personen aus der Meppener Fanszene aufgrund einer Auseinandersetzung einen Platzverweis. Schämen Sie sich für solche „Fans“?

Neidhart: Nein, keinesfalls. Natürlich schließt die Polizei nicht ohne Grund Fans von einem Spiel aus. Es ist aber schon merkwürdig, dass es gleich eine so große Gruppe war und die Polizei sogar bereits im Vorfeld die Platzverweise ausgedruckt hatte. Für mich macht es den Anschein, als sei es abgesprochen gewesen, da auch zufällig ein Fernsehteam dabei war.

Besteht die Gefahr, dass es in Rotenburg zu Tumulten kommen könnte?

Neidhart: Da muss sich wirklich niemand Gedanken machen. Unsere Fans sind schließlich bislang nirgendwo aufgefallen.

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