RSV beendet Saison mit Niederlage in Drochtersen / „Er braucht sich nichts vorzuwerfen“

0:1 bei Mensings Oberliga-Premiere

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An die Kette gelegt: Tim Ebersbach (l.) und Jelle Röben (r.) stoppen gemeinsam Drochtersens Jan Koch. ·

Kreis-Rotenburg - Aus Drochtersen berichtetMatthias FreeseDROCHTERSEN · Rigo Gooßen ist ein Mann des Wortes. Nach dem letzten Saisonspiel fiel das öffentliche Statement des Vorsitzenden der SV Drochtersen/Assel vor den verbliebenen Zuschauern deshalb auch etwas länger aus. Zu lang für die völlig durchnässten Oberliga-Fußballer des Rotenburger SV, die nach einem „lauen Sommerkick ohne Sommer“, wie es Routinier Björn Mickelat ausdrückte, und einer 0:1 (0:0)-Niederlage im Kreis Stade lieber unter die warme Dusche entschwanden.

Mit der neuen Tribüne ist das Kehdinger Stadion ein echtes Schmuckkästchen geworden. Spielertunnel, elektronische Ergebnis- und Zeitanzeige – das hat alles schon Regionalliga-Format. Nur die in die Erde eingelassenen Ersatzbänke erfüllten beim gestrigen Wetter nicht ihren Zweck, sodass Trainerstab und Auswechselspieler beider Teams lieber in die erste Tribünenreihe rückten.

Doch auch aus dieser Perspektive wurde die Begegnung nicht wirklich besser. „Sicher war es kein ansehnliches Spiel, aber ein intensives. Wobei Drochtersen wahrscheinlich 70 Prozent Ballbesitz hatte“, räumte auch RSV-Kapitän Tim Ebersbach ein. Und Coach Benjamin Duray resümierte: „Wir haben in der zweiten Halbzeit zu viele technische sowie taktische Fehler gemacht und zu wenig investiert, um hier etwas mitzunehmen.“ Nicht sicher wirkte da auch der Defensivverbund, doch Duray fand: „Die Abwehr stand einigermaßen, aber vorne und im Mittelfeld wurde zu wenig Entlastung geschaffen.“ Auch über die Außen lief kaum etwas zusammen. „Da haben die ja alles abgekocht“, bemerkte Ebersbach. So reagierte Duray in der Pause und brachte Frederik Klintworth für Sercan Durmaz, der ein wenig überzeugendes Abschiedsspiel zeigte.

Als Gewinner unter den Verlierern durfte sich einzig Lucas Mensing fühlen. Der 18-jährige Keeper feierte sein Oberliga-Debüt und lieferte neben einem völlig verschmutzten gelben Sportdress auch ein dreckiges Gesicht als Arbeitsnachweis. Ob sein Einsatz ein Dankeschön des Trainers oder doch eher ein Fingerzeig für die Zukunft war, wollte Duray allerdings nicht beantworten. Beim Gegentor war Mensing jedenfalls machtlos. „Er braucht sich nichts vorzuwerfen“, betonte Tim Ebersbach. Weil Außenverteidiger Sebastian Harth von seinen Mitspielern im Stich gelassen wurde, sah er sich gleich zwei Drochtersenern gegenüber, sodass Lukas Hertting in der Mitte Frank Springer bedienen konnte – 1:0 (80.).

„Das Positive ist, dass wir zumindest ein Tor gemacht haben“, stellte Lars Jagemann, Coach der Gastgeber, augenzwinkernd fest. Wohlwissend, dass „wir über 90 Minuten die dominante Mannschaft waren“. Rigo Gooßen bedankte sich wiederum beim RSV, „der offensiv mitgespielt hat. Das war gut.“ Wenngleich die zarten Angriffsbemühungen der Wümme-Elf doch meist im Keim erstickt wurden. Die dickste Chance vergaben nach einem Freistoß von Björn Mickelat noch Ebersbach und Harth im Paket (52.).

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