Junger RSV-Keeper patzt zwei Mal beim 1:5 gegen Lüneburg / Arnavutoglu zeigt engagiertes Debüt

Mensing erlebt bitteres Waterloo

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Zur Sache gegangen: Rotenburgs Christoph Drewes (hinten) stoppt Gökhan Iscan nicht ganz fair: Aus dem folgenden Freistoß sollte das 2:0 für Lüneburg entstehen. ·

Rotenburg - Von Matthias FreeseEs fing schlimm an – und endete alles andere als erfreulich: Im letzten Heimspiel des Jahres verabschiedeten sich die Oberliga-Fußballer des Rotenburger SV mit der bis dato höchsten Saisonniederlage. Das Rumpfteam von der Wümme kassierte nach einem frühen 0:2-Rückstand eine 1:5 (1:3)-Schlappe gegen den Tabellenzweiten Lüneburger SK Hansa. Größter Verlierer beim Kellerkind war Keeper Lucas Mensing mit zwei Patzern. Positiv war indes die Tatsache, dass Aziz Arnavutoglu aus der Bezirksliga-Elf in der 71. Minute sein Oberliga-Debüt gab und mit einem engagierten Auftritt überzeugte.

Ohne ein einziges Training in der ersten Herren war Arnavutoglu ins Aufgebot gerutscht, da Coach Benjamin Duray nur noch elf Akteure des Oberliga-Kaders zur Verfügung standen. Als er dann das Trikot mit der Nummer zehn – das des gesperrten Drilon Demaku – überstreifte, gab es noch ein Tipp: „Trau’ dir was zu, Junge“, meinte der für ihn ausgewechselte Co-Trainer Jan Fitschen, der ebenfalls erstmals in dieser Saison aufgelaufen war. Arnavutoglu tat, was ihm geraten wurde und hatte mehrere gute Szenen. „Ich habe mich direkt wohlgefühlt. Ds Tempo ist zwar etwas schneller, aber es war ganz gut und hat Spaß gemacht“, erklärte der 25-jährige Oberliga-Novize. Duray hatte ihn am Donnerstag über seine „unerwartete“ Berufung informiert, stellte aber hinterher fest: „Er hat einen sehr ordentlichen Eindruck hinterlassen, zumal er die nötige Ballsicherheit hatte. Ich weiß nicht, ob das am Trikot von Drilon lag, aber er bekommt bestimmt die Möglichkeit, sich noch weiter einzubringen, wenn er will.“

Am kämpferischen Einsatz haperte er auch bei den anderen Rotenburgern nicht, allerdings machte sich der Ausfall von Demaku als Sechser schon negativ bemerkbar. „Insgesamt waren wir in der Offensivbewegung nicht sauber genug“, hatte auch Duray bemerkt. Herman Puhmann tat sich als einzige Spitze zudem sehr schwer. Am auffälligsten agierten da schon Marcel Costly sowie Yannik Malende auf den Flügeln sowie Innenverteidiger Christoph Drewes, der durchhielt, obgleich er sich schon beim Aufwärmen mit schmerzverzerrtem Gesicht ans Gesäß gegriffen hatte.

Auffällig, allerdings im negativen Sinne, war auch der Auftritt von Ersatzkeeper Lucas Mensing, der noch eine Woche zuvor mit tollen Reflexen Henner Lohmann nach dessen Roter Karte klasse vertreten hatte. Dieses Mal stand er in der dritten Minute zu weit vorm Tor, was Onur Saglam mit einer perfekten Bogenlampe aus 20 Metern be-strafte. Das 2:0 der Gäste folgte kurz darauf – ein Freistoß von Gökhan Iscan sprang wie eine Flipperkugel durch die Sechs-Mann-Mauer des RSV – und landete beim freien Benjamin Tillack (9.). Zwar antwortete Malende unmittelbar nach dem Wiederanpfiff und der Vorarbeit von Costly mit dem Anschlusstor (9.), doch erhöhte Lüneburg noch vor der Pause auf 3:1. Kevin Klützke hatte noch zurückgezogen, doch Mensing vorbeigegriffen, sodass Lukas Hertting per Kopf einnicken konnte (45.). „Lucas ärgert sich natürlich am meisten, aber diese Dinge muss er schnell verbessern. Das waren spielentscheidende Tore“, betonte Coach Duray.

Zwei Mal hätte sein RSV trotzdem herankommen können. Doch Costly traf den Pfosten (52.), und Puhmann scheiterte aus der Nahdistanz an Keeper Maximilian Wulf (69.). Dafür schraubten Sven Möller (75.) und Dominic Ulaga (89.) den Lüneburger Sieg in die Höhe. Übrigens: Referee Marius Schlüwe (BSV Gleidingen) war schuldlos. Zwar ging er vielleicht etwas zu sparsam mit den Gelben Karten um, hatte aber dennoch alles im Griff und war einer der besten Unparteiischen, die diese Saison bis jetzt im Ahe-Stadion pfiffen.

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