Trialbike-Weltrekordler Max Schrom tritt bei der Sportlerehrung auf

Der Meister des Zweirades

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Nur was für Mutige: Trialbiker Max Schrom springt auch am 28. Februar in Rotenburg über auf dem Boden liegende Personen.

Rotenburg - Von Matthias FreeseHolland-Rad oder stinknormaler Drahtesel? Das ist nichts für Max Schrom. Der 25-jährige aus Darmstadt hat es lieber ein wenig ausgefallener. Gerne auch ohne Sattel. Schrom ist einer der besten deutschen Trialbiker, zweifacher Weltrekordhalter und überwindet fast so jedes Hindernis mit seinem Vehikel. Am 28. Februar bereichert er mit seiner Show die Rotenburger Sportlerehrung und wird für staunende Blicke sorgen.

Das Ziel der Trial-Sportler ist es, mit dem Bike über Hindernisse zu fahren, ohne einen Fuß auf den Boden zu setzen. Grundbedingung sind Balance, Konzentration, Bike- und Körperbeherrschung sowie physische Fitness. Der schottische Profi Danny MacAskill verhalf dem Sport 2009 gerade beim jungen Publikum zu großer Popularität, als sein YouTube-Video innerhalb der ersten 40 Stunden 350 000 Mal gesehen wurde. Inzwischen wurde es mehr als 34 Millionen Mal aufgerufen.

Auch Schrom sorgt durch zahlreiche Videoprojekte mit der hohen Kunst des Balancierens auf zwei Rädern für Aufsehen. Zudem gelang ihm ein Weltrekord und Eintrag ins legendäre Guinness-Buch, als er die meisten Sprünge auf dem Hinterrad schaffte, ohne mit dem Vorderrad aufzusetzen – 180 waren es. Die zweite Bestmarke schaffte er mit der schnellsten Zeit beim Überqueren von neun Ölfässern. „Und in diesem Jahr soll er noch den dritten Weltrekord geben“, erzählt er. Mehr will Schrom nicht verraten.

Wohl aber, was die Zuschauer in der Pestalozzihalle erwarten wird: Dort überquert der Mann aus Südhessen diverse Hindernisse, plant einen Hochsprungwettbewerb mit seinem Rad und überspringt auf dem Boden liegende Personen. Schrom benutzt für seine Show ein normales Mountainbike, aber auch ein spezielles Trialbike. Wie sich das von anderen Rädern unterscheidet? „Es hat keinen Sattel, ist optimiert, um Gewicht zu sparen, hat dickere Reifen, nur einen Gang und keine Schaltung. Und auch die Bremsen sind ultrafest, da gibt es kein Schleifen.“

Gut möglich, dass auch noch ein drittes Rad zum Einsatz kommt. „Eventuell werde ich ein normales Rennrad mitbringen, aktuell arbeite ich da an einem Projekt. Mittlerweile springe ich damit auf eine Tischtennisplatte hoch“, berichtet Max Schrom.

Mit fünf Jahren hat er übrigens erstmals auf einem Trialrad gestanden. Er wurde Deutscher Meister, gewann mit der Nationalmannschaft WM-Bronze und gehörte vier Jahre lang den Top 30 der internationalen World-Cup-Serie an. Aus einem der besten Trialfahrer seiner Generation wurde ein Allrounder, der auf verschiedenen Bikes die Limits ausreizt.

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