Scheeßels 1:5 gegen Flotwedel hat Folgen – Rivale Rotenburg muss zurück in die Kreisliga

Der Meister verliert die weiße Weste

Auch wenn es im letzten Saisonspiel die erste Niederlage gab, spielte der SV Rot-Weiß Scheeßel eine starke Saison und feierte den Titel. - Foto: Woelki

Scheessel - Das letzte Saisonspiel sollte für die U 17-Fußballer des SV Rot-Weiß Scheeßel, den bereits feststehenden Meister der Bezirksliga, eigentlich zum Schaulaufen werden – doch es kam anders. Das Team von Trainer Torsten Lüdemann musste sich auf dem Ausweichplatz in Bartelsdorf mit 1:5 (1:0) der JSG Flotwedel geschlagen geben und verpasste es somit, die Saison ungeschlagen zu beenden.

Zudem verletzten sich Steven-Alexander Schmidt, Henrik Behrens, Lennard Musierowicz und Christopher Behrens teilweise schwer. „Zum Glück ist die Saison jetzt vorbei“, meinte Lüdemann, der ohnehin schon auf Mirko Lohmann verzichten musste und Torwart Norbert Peplawski aufgrund von Schulterproblemen nicht in den Kasten stellen konnte.

Zu Beginn ließen sich die Scheeßeler nicht aus der Bahn werfen und gingen nach drei Minuten durch Nico Schanowski in Führung. „Wir sind gut gestartet“, meinte der Coach, der aber danach sah, wie die Dominanz von Flotwedel immer mehr zunahm: „Die erste Halbzeit konnten wir noch relativ ausgeglichen gestalten. Nach der Pause hat sich das Bild aber komplett verändert und Flotwedel hat immer mehr Druck gemacht.“

Bereits einer Viertelstunde des zweiten Durchgangs stand es nach Gegentoren von Phil Schulze (44./55) und Moritz Jäger (53.) 1:3. „In der zweiten Halbzeit haben sie ihre drei besten und schnellsten Spieler nach vorne gestellt und wir konnten die Steilpässe nicht mehr unterbinden“, bedauerte Lüdemann. In der Schlussphase schraubte Andreas Trapp den Sieg der Flotwedeler mit einem Doppelpack in die Höhe (74./76.). „Die Jungs haben alles gegeben, ich mache ihnen keinen Vorwurf. Am Ende war es wie ein schlechter Film – wir konnten nichts mehr machen“, so Lüdemann, der sich die Stimmung trotz der Niederlage nicht vermiesen ließ: „Wir haben nichtsdestotrotz eine super Serie gespielt und wir sind alle stolz auf die Meisterschaft.“ Und so wurde der Titel, wenn auch etwas gebremst von der Niederlage, gefeiert.

Mit dem 5:1-Sieg schaffte Flotwedel dank des besseren Torverhältnisses bei gleicher Differenz gegenüber dem JFV Rotenburg (kampflos 5:0 beim JFV Concordia) den zweiten Platz und damit den Klassenerhalt. Rotenburg muss hingegen wieder in die Kreisliga runter, der scheidende Trainer Patrick Werna war alles andere als begeistert und übte Kritik an Scheeßels Auftritt. Jugendleiter Peter Meyer berichtete aber davon, dass er die „kleinen Irritationen“ in einem Gespräch mit Torsten Lüdemann, seinem Scheeßeler Kollegen, bereits aus dem Weg geräumt hätte. - vw

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