Startnummer 14: Peter Schäfer

Peter Schäfer

+
Klimmzüge sind für Peter Schäfer ein Kinderspiel. Der Rotenburger liebt es, mit seinem eigenen Körpergewicht zu trainieren. Beim Street Workout ist er gleichzeitig als Coach aktiv. 

Rotenburg - Mit seinem eigenen Körpergewicht zu trainieren, unter freiem Himmel das Verständnis der Körperbeherrschung zu erlernen – das ist es, was Peter Schäfer so an dem Sport fasziniert. Die Rede ist von Street Workout. Seit mittlerweile 2004 gibt es in Rotenburg das von Straßensozialarbeiter Eduard Hermann initiierte offene Sportprojekt. Schäfer selbst ist fast von Beginn an mit dabei und hat vor mehr als vier Jahren einen der vier Trainerposten der Gruppe, die zu Fortuna Rotenburg gehört, übernommen. „Street Workout ist eine Mischung aus Kraft und Kunstturnen. Beides muss ich beherrschen, um erfolgreich zu sein“, erklärt der Rotenburger.

In seinen Händen laufen die Fäden zusammen. Der 32-Jährige denkt sich nicht nur die verschiedenen Choreografien für die zahlreichen Auftritte und Meisterschaften aus, er schneidet auch die passende Musik zusammen und ist zudem selbst noch aktiv mit dabei. „Ich versuche dabei, möglichst viele Figuren aus Eigengewichtsübungen wie Handstände, Liegestütze, Klimmzüge oder Salti einzubauen“, sagt der Inhaber der Fitnesstrainer-B-Lizenz. Am Reck, Stufenbarren oder Schwebebalken lassen sie dann ihre Muskeln spielen. „Der Sport ist in Deutschland aber noch sehr jung“, meint der 32-Jährige. Besonders stolz ist er darauf, dass mittlerweile selbst seine sechsjährige Tochter Evelin Interesse am Street Workout gefunden hat. „Wir turnen zu Hause ein bisschen rum. Ich zeige ihr ein paar Übungen“, verrät der Rotenburger.

Schäfer selbst sieht sich aber nicht als Trainer, sondern vielmehr als Betreuer. „Ich zeige den Sportlern, wie es funktioniert. Ich leite die Leute quasi Schritt für Schritt an. Doch gestalte ich nicht alles alleine. Vielmehr tragen wir unsere Ideen zusammen. Ich bin stolz, was wir alles erreicht haben“, so der Rettungsassistent.

Während die Gruppe – mittlerweile aus knapp 50 Sportlern zwischen neun und 45 Jahren bestehend – von Frühjahr bis Herbst zwei Mal die Woche am Weichelsee trainiert, sind die Athleten im Winter in der Halle aktiv. Besonders wichtig ist es ihm, dass jeder willkommen ist. „Die Herkunft spielt bei uns in der Gruppe überhaupt keine Rolle. Es ist vor allem schön zu sehen, dass viele Flüchtlinge mit dabei sind“, sagt Schäfer mit einem Lächeln im Gesicht. 

ml

Lesen Sie auch

Scheeßeler „Freedom“-Fitnessstudio: Die Pfunde müssen purzeln

Mit Bizeps und Willenskraft für den guten Zweck

Peter Schäfer über Street Workout abseits des Fitnessstudios

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

50 Jahre Harpstedt und Loué - ein Freundschaftsspiel

50 Jahre Harpstedt und Loué - ein Freundschaftsspiel

Mit dem Google Pixel 4 mehr Sterne sehen als mit dem Auge

Mit dem Google Pixel 4 mehr Sterne sehen als mit dem Auge

Gaunerzinken: Mit diesen Geheimcodes verständigen sich Einbrecher

Gaunerzinken: Mit diesen Geheimcodes verständigen sich Einbrecher

Kurdenmilizen setzen Abzug aus Nordsyrien fort

Kurdenmilizen setzen Abzug aus Nordsyrien fort

Meistgelesene Artikel

Mit Demakus 3:1 ist „Vissel“ durch

Mit Demakus 3:1 ist „Vissel“ durch

Denkers denkwürdiges Derby

Denkers denkwürdiges Derby

Rathje knipst Bothel das Licht aus

Rathje knipst Bothel das Licht aus

Doppelte Präsenz am Kreis

Doppelte Präsenz am Kreis

Kommentare