Meister TuS Bothel kommt nach 2:2 mit etwas Verspätung in Feierlaune / „Alle bleiben“

Statt Denkmal gibt’s Blumen

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Als Meister der Kreisliga grüßen zu später Abendstunde die Kicker des TuS Bothel. Das 2:2 gegen den TSV Groß Meckelsen spielte keine Rolle mehr.

Bothel - Von Matthias Freese. Die Szenerie war ein wenig skurril-paradox: Nach dem Abpfiff jubelte der TSV Groß Meckelsen, während beim TuS Bothel, dem neuen Meister der Fußball-Kreisliga, ob des späten Ausgleichs keine Freude aufkommen wollte. Es dauerte schon einige Augenblicke, ehe der künftige Bezirksligist nach dem 2:2 (1:0) doch in Feierlaune kam.

„Wir wollten das letzte Heimspiel gewinnen, da waren die späten Gegentore ein kleiner Wermutstropfen“, erklärte Spielmacher Christoph Meinke die verspätete Freude. Dabei war das Ergebnis – Torsten Hoops hatte nach einem zuvor verschossenen Elfmeter getroffen (43.), Sven Beyer erhöht (60.), ehe Lukas Nack und Daniel Kühne noch egalisierten (87./88.) – von vornherein belanglos. Schließlich war Bothel tags zuvor als Zuschauer durch die 0:5-Niederlage des TV Sottrum bei der FSV Hesedorf/Nartum Meister geworden.

„Wir sind richtig stolz, dass wir den zweiten Aufstieg hintereinander hingelegt haben“, betonte denn auch Peter Ullrich, der seit Januar 2008 als Coach zusammen mit Udo Griech an der Seitenlinie steht und für den es deshalb „die erste richtige Kreisliga-Meisterschaft“ als Trainer ist. Als Ullrich nach dem Abpfiff für kurze Zeit das Epizentrum des Jubels verlassen hatte, vermutete Christoph Meinke übrigens scherzhaft: „Der lässt sich wohl schon ein Denkmal meißeln.“ Doch eben das würde überhaupt nicht zum bescheidenen Coach passen.

Und auch die Mannschaft wusste genau, dass sie nicht nur nur den Trainern zu danken hatte. So überreichten Dennis Schlifelner und Abwehrchef Sven Beyer, der kurz zuvor noch als Einpeitscher beim Humba Täterä in luftiger Höhe am Ballfangzaun hing, den Trainerfrauen einen Blumenstrauß.

Recht einfach gestalten sich die Planungen für die neue Saison in Bothel. „Keiner geht weg, alle bleiben“, verkündete Fußball-Boss Hans-Jürgen Schlifelner. Und Co-Trainer Udo Griech ergänzte: „Wir werden nicht zum Hörer greifen.“ Heißt: Vermutlich wird der TuS Bothel in dieser Konstellation auch in der Bezirksliga angreifen, eventuell schaffen auch einige A-Jugendliche, die von Christoph Meinke trainiert werden, den Sprung ins Team.

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