SPIELER DES WOCHENENDES Bothels Torjäger genießt Freiheiten

Meinke liebt die neue Rolle

Glückwünsche nahm Christoph Meinke gegen Anderlingen gleich dreimal entgegen – hier von Phil Stölpe (hinten) und Sebastian Wichern (rechts). Foto: Freese
+
Glückwünsche nahm Christoph Meinke gegen Anderlingen gleich dreimal entgegen – hier von Phil Stölpe (hinten) und Sebastian Wichern (rechts).

Am Montagmorgen war Christoph Meinke schon wieder in Barsinghausen – der 31-Jährige ist beim Trainerlehrgang für die DFB-Elite-Jugend-Lizenz am Start. Als Coach hatte er kürzlich erst am Stützpunkt Zeven den Jahrgang 2008 hauptverantwortlich übernommen und dafür seinen Posten als Spielertrainer des TuS Bothel abgegeben. Doch auf dem Feld ist Meinke beim Bezirksliga-Absteiger weiterhin die zentrale Figur und in der Kreisliga noch präsenter als ohnehin schon. Sechs Tore in drei Spielen – damit ist klar, wem die Elf des neues Trainers Bodo Bosselmann zu großen Teilen die Tabellenführung zu verdanken hat.

Bothel - Meinke fühlt sich in seiner neuen Rolle sichtlich wohl. „Absolut“, bestätigt er. „Für mich ist es eine deutliche Erleichterung, nur noch Spieler zu sein. Das ist viel entspannter. Man kann sich mehr auf sich selbst fokussieren und in der Halbzeitpause auch durchpusten. Das ist das, worauf ich mich gefreut habe“, schildert der Mittelfeldspieler die Vorteile. „Und mit Bodo habe ich einen super Nachfolger.“

Der zweite Dreierpack – nach dem Auftaktspiel gegen den Bremervörder SC nun auch beim 4:1 im Hit gegen den SV Anderlingen – kommt also nicht von ungefähr. „Ich habe schon viele Freiheiten und kann dann für mich interpretieren, wo die Räume sind“, sagt Meinke. Wohlwissend, dass es in der Kreisliga auch für ihn einfacher ist als in der Bezirksliga, mit seiner Cleverness bis zum Tor vorzudringen. „Das ist schon ein gewaltiger Leistungsunterschied. In der Bezirksliga hast du auch meist elf gleichwertige Spieler auf dem Platz, hier ist das Leistungsgefälle zwischen den einzelnen Leuten schon anders“, hat er bemerkt.

„Gejagt“ haben die Gegenspieler ihn bei seiner Torquote bisher aber noch nicht. Lediglich im Spiel gegen die SG Unterstedt wurde er zweimal recht rustikal umgemäht. Doch die Teams, die eher die kampfbetonte Gangart pflegen, kommen noch. „Schnell laufen, hoch springen“, gibt Meinke scherzhaft als Devise aus, wenngleich er keine Befürchtungen hat, für „vogelfrei“ erklärt zu werden: „Ich glaube nicht, dass man diese Mittel noch auspackt. Dass auf mich ein besonderes Augenmerk gelegt wird, ist nun mal so, aber ich finde schon Möglichkeiten, mich im Spiel davon freizumachen.“

Freimachen von seiner alten Funktion – auch das klappt recht gut. Klar sucht Coach Bosselmann ab und an das Zwiegespräch mit ihm, so auch vor dem Spiel gegen Unterstedt, als er einen Tag vorher durchklingelte. „Natürlich bin ich im Hintergrund ein Ansprechpartner für Bodo“, weiß der Goalgetter. Aufgrund seiner besonderen Stellung als Mannschaftsführer zu fungieren – die Rolle haben nun Sebastian Wichern und Torsten Hoops inne –, war für ihn aber nie ein Thema. „Für mich ist nicht entscheidend, ob ich am linken Arm die Kapitänsbinde habe. Ich würde mich dann kein Stück anders verhalten und mache auch so meinen Mund auf“, betont er.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Leidenschaft reicht nicht: Fehlstart nach Hummels-Eigentor

Leidenschaft reicht nicht: Fehlstart nach Hummels-Eigentor

Bescheidener Auftritt: DFB-Frauen nur 0:0 gegen Chile

Bescheidener Auftritt: DFB-Frauen nur 0:0 gegen Chile

Biathlon: Der Kader der deutschen Damen für die Saison 2021/22

Biathlon: Der Kader der deutschen Damen für die Saison 2021/22

Biathlon: Der Kader der deutschen Herren für die Saison 2021/22

Biathlon: Der Kader der deutschen Herren für die Saison 2021/22

Meistgelesene Artikel

Unterstedter Goalgetter Leon Linke steigt in die Landesliga auf

Unterstedter Goalgetter Leon Linke steigt in die Landesliga auf

Unterstedter Goalgetter Leon Linke steigt in die Landesliga auf
TSV Bassen ist Julian Pauls neuer Verein

TSV Bassen ist Julian Pauls neuer Verein

TSV Bassen ist Julian Pauls neuer Verein
Rendezvous mit dem Ball auf dem Sportplatz in Reeßum

Rendezvous mit dem Ball auf dem Sportplatz in Reeßum

Rendezvous mit dem Ball auf dem Sportplatz in Reeßum
WM-Trikot geht in den RSV-Besitz über und hängt künftig im Sportlerheim

WM-Trikot geht in den RSV-Besitz über und hängt künftig im Sportlerheim

WM-Trikot geht in den RSV-Besitz über und hängt künftig im Sportlerheim

Kommentare