Drei Tore bei Bothels 4:1 gegen Anderlingen / „Da waren gute Sachen bei“

Meinke ist der Chef im Hit

Gut abgeschirmt: Bothels Phil Stölpe (l.) lässt Arne Steffens nicht an den Ball.

Bothel - Von Matthias Freese. Die Buchstaben sind ganz schön hartnäckig. „Ich war da letztens schon bei und wollte sie abpulen“, berichtete Hans-Jürgen Schlifelner, Fußballobmann des TuS Bothel, schmunzelnd. „Aber das lassen wir mal lieber.“ Also steht auf der Stelltafel, die ein wenig abseits des Eingangs postiert ist, immer noch der Schriftzug „Bezirksliga“. Nach dem 4:1 (2:1)-Heimsieg im Spitzenspiel der Fußball-Kreisliga gegen den SV Anderlingen befindet sich das Team von Trainer Bodo Bosselmann schließlich auch auf dem besten Weg zurück in alte Gefilde. Dritter Sieg im dritten Spiel – der Absteiger hat die Spitze von Anderlingen wieder übernommen.

Mann des Spiels war einmal mehr Christoph Meinke. Dem 31-jährigen Mittelfeldstrategen gelang bereits sein zweiter Dreierpack in der noch jungen Saison. Und das, obwohl er mit Knöchel- und Knieproblemen angeschlagen in die Partie gegangen war. „Deshalb stand ich ja auch nur vorne drin. Zumindest mehr als sonst“, meinte er selbst mit etwas Understatement. Doch auch so war Meinke der Chef auf dem Platz. Das bekam Gegenspieler Jerik Hildebrandt besonders deutlich zu spüren. Zweimal enteilte Meinke ihm, zweimal zappelte der Ball anschließend im Anderlinger Tor (11./22.) – und Gäste-Coach Florian Mahnken erlöste seinen Schützling, indem er in der 25. Minute Torge Holsten für ihn brachte.

Meinkes Routine war aber auch nötig gewesen, denn Bothel war zum dritten Mal in dieser Saison in der Anfangsphase kalt erwischt worden. Phil Stölpe verlor den Ball, Nils Tiedemann verwertete das Zuspiel von Andre Steffens (6.). „Das ist das einzige Manko, dass wir wieder früh in Rückstand gehen“, bemerkte Coach Bosselmann. „Danach haben wir aber ein gutes Spiel gemacht. Da waren spielerisch gute Sachen bei, auch die Innenverteidigung hat es definitiv gut gemacht“, betonte er. Ob es auch ein Spitzenspiel war? „Das ist noch zu früh, um das zu sagen“, formulierte Bosselmann vorsichtig. Die Kulisse von knapp 60 Zuschauern war es jedenfalls nicht.

Anderlingen hielt lange Zeit gut mit, hätte allerdings schon bis zur Pause deutlicher hinten liegen können. Insbesondere Gianfranco Cusimano (34.) und Sebastian Wichern (45.+2) scheiterten. In der zweiten Hälfte musste Bothels Keeper Sascha Denell zweimal seine ganze Klasse zeigen, um gegen Lucas Heins (51.) und Andre Steffens (72.) zu parieren. Zwischenzeitlich hatte Meinke bereits das 3:1 eingeleitet. Torwart Arne Treu parierte zunächst noch den Schuss von Nico Schanowski, Wichern drückte den Ball über die Linie (67.).

Mit zunehmender Spieldauer wirkten die Gäste immer ideenloser. Auch Nils Tiedemann wunderte sich: „Wir hören ja komplett auf mit Fußball – was soll das?“ Bothel blieb hingegen gefährlich, sodass Meinke in der Schlussminute mit seinem dritten Streich den Schlusspunkt zum 4:1 setzte.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Brandschutzprüfung: Polizei bricht in „Rigaer 94“ Türen auf

Brandschutzprüfung: Polizei bricht in „Rigaer 94“ Türen auf

Italien nach Sieg gegen die Schweiz im EM-Achtelfinale

Italien nach Sieg gegen die Schweiz im EM-Achtelfinale

Wales siegt dank Bale und Ramsey - Türkei vor Turnier-Aus

Wales siegt dank Bale und Ramsey - Türkei vor Turnier-Aus

Biden und Putin gehen beim Gipfel in Genf aufeinander zu

Biden und Putin gehen beim Gipfel in Genf aufeinander zu

Meistgelesene Artikel

Felix Meyer verlässt den Rotenburger SV wieder

Felix Meyer verlässt den Rotenburger SV wieder

Felix Meyer verlässt den Rotenburger SV wieder
Iscan sagt für den RSV alles ab, Stripling komplettiert Torwart-Trio

Iscan sagt für den RSV alles ab, Stripling komplettiert Torwart-Trio

Iscan sagt für den RSV alles ab, Stripling komplettiert Torwart-Trio
Horst Hrubesch bittet in sein Büro ‒ und befördert den Scheeßeler Thomas Johrden

Horst Hrubesch bittet in sein Büro ‒ und befördert den Scheeßeler Thomas Johrden

Horst Hrubesch bittet in sein Büro ‒ und befördert den Scheeßeler Thomas Johrden
Winterrasen kommt ‒ Weber verspricht „Aussaat vor der Wahl“

Winterrasen kommt ‒ Weber verspricht „Aussaat vor der Wahl“

Winterrasen kommt ‒ Weber verspricht „Aussaat vor der Wahl“

Kommentare