Spielertrainer an allen Treffern beteiligt

Bothel gewinnt im Kellerduell gegen Wörpedorf-Grasberg - 5:0

Wörpedorfs Kapitän Marc Fricke (r.) war im Duell mit Christoph Meinke nicht zu beneiden. Immer wieder entwischte Bothels Spielertrainer seinem Bewacher und wurde so mit drei Toren und zwei Vorlagen zum Mann der Partie. - Foto: Lüdemann
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Wörpedorfs Kapitän Marc Fricke (r.) war im Duell mit Christoph Meinke nicht zu beneiden. Immer wieder entwischte Bothels Spielertrainer seinem Bewacher und wurde so mit drei Toren und zwei Vorlagen zum Mann der Partie.

Bothel - Von Nicolas Tréboute. Sich während des Badens zu föhnen, auf eine heiße Herdplatte zu fassen oder am Abgrund stehend die Augen zu schließen sind Dinge, die als gefährlich, dumm, mindestens aber als leichtfertig bezeichnet werden müssen.

Ungefähr in diese Kategorie lässt sich das Defensivverhalten der Fußballer des Tabellenletzten TSG Wörpedorf-Grasberg im Bezirksliga-Kellerduell beim TuS Bothel einordnen. Die Gastgeber um den mit drei Treffern und zwei Vorlagen überragenden Spielertrainer Christoph Meinke ließen beim 5:0 (2:0)-Erfolg sogar bei einigen, ungenau ausgespielten Kontergelegenheiten sogar noch Gnade vor Recht walten.

„Man hat gemerkt, dass wir von Anfang an die richtige Einstellung zum Spiel hatten. Lange Zeit hat einfach nur das erste Tor gefehlt“, analysierte Meinke, der in einem offensiven 3-5-2 im Sturm an der Seite des zuletzt dreimal verletzt fehlenden Cedric Ahrens auflief. Dieses „dynamische Duo“ war es auch, dass den Tabellenvorletzten in der 39. Minute erlöste. 

Während die Defensive der Wörpedorfer im Tiefschlaf versunken war, führte Kapitän Bastian Hollmann einen Freistoß schnell auf Meinke aus, der zurück auf Ahrens legte – 1:0. „So ein Tor haben wir schon mindestens 50-mal gemacht. Das Zusammenspiel mit Cedric funktioniert einfach blind“, freute sich Meinke über seinen Rückkehrer.

Zuvor schon hätte Nico Schanowski den Puls seiner Teamkollegen deutlich senken können. In der Anfangsphase war der Linksaußen im Stile eines Arjen Robben nach innen gezogen, doch sein Abschluss aus 22 Metern klatschte an den Pfosten des wie zu Salzsäure erstarrten Torhüters Benjamin Ostrowski (6.). In der 23. Minute schoss Schanowski freistehend über den Kasten.

Die Gäste zeigten sich in der ersten Hälfte nur einmal gefährlich vor dem Tor, dafür aber so richtig: Beim Stand von 0:0 hatte Bothels Keeper Sascha Denell gegen den frei auf ihn zulaufenden Jendrik Blanke aber die besseren Nerven und parierte (24.). „Da hat er uns im Spiel gehalten“, gab Meinke zu.

Doch ansonsten waren die Gastgeber in allen Belangen überlegen und sorgten noch vor dem Halbzeitpfiff für die Vorentscheidung, als Meinke eine scharfe Hereingabe Sebastian Wicherns zum 2:0 über die Linie stolperte (45.).

Im zweiten Abschnitt spielte Wörpedorf hinten dann nur noch Harakiri: Beinahe jeder langgeschlagene Ball führte zu einer Botheler Torchance. Der starke Phil-Luca Stölpe hatte alle Zeit der Welt und flankte auf Meinke, der keine Mühe hatte einzuköpfen (59.) und nur zwei Minuten später sogar das 4:0 nachlegte. 

Der Schlusspunkt war dann wieder Ahrens vorbehalten, der Meinkes Vorarbeit nur noch über die Linie drücken musste (74.). Bothel steht nach dem deutlichen Erfolg nun auf dem drittletzten Rang und hat nur noch drei Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz.

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