Leilo: „Keinen Charakter gezeigt“

5:0 – Bothel erteilt Hülsen eine Lehrstunde

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Nicht zu halten: Bothels Cedric Ahrens (hier gegen Hülsens Manuel Schulz) steuerte zwei Treffer zum 5:0-Heimsieg bei. Durch den Dreier kletterten die Grün-Weißen auf Platz sieben.

Bothel - Von Mareike Ludwig. Dennis Neumann hatte am Mittwochabend nach 87 Minuten endgültig die Nase voll. „,Schiri’, bitte pfeiff endlich ab“, meinte der Angreifer des SV Vorwärts Hülsen.

Kein Wunder, lag sein Team zu diesem Zeitpunkt schon aussichtslos mit fünf Treffern beim TuS Bothel zurück. Der Unparteiische Felix Reising (Stelle) schien etwas Mitleid mit den Gästen zu haben und beendete die Partie der Fußball-Bezirksliga nach exakt 90 Minuten. Die Hausherren hatten hinterher allen Grund zur Freude und feierten ausgelassen ihren souveränen 5:0 (1:0)-Erfolg.

„Die Aussage von Dennis (Neumann, Anm. d. Red.) sagt alles. Ich habe absolut kein Verständnis dafür, dass meine Mannschaft keinen Charakter gezeigt hat. Direkt nach dem Spiel fällt es mir echt schwer, die richtigen Worte zu finden. Das war einfach nur schwach von uns“, erklärte Hülsens Coach Ziad Leilo sichtlich geknickt. Ganz anders die Gemütslage von Bothels Spielertrainer Christoph Meinke, der seinen Jungs ein Kompliment machte: „Wir haben in der zweiten Halbzeit zielstrebig nach vorne gespielt und hinten stabil gestanden. Unser Auftritt hat mir sehr gut gefallen.“

Zuerst taten sich Botheler schwer

Dabei sah es zunächst nicht nach einem Spaziergang für die Gastgeber aus. In den ersten 30 Minuten taten sich auch die Botheler schwer, sodass Torraumszenen auf beiden Seiten zunächst ausblieben. So musste dann auch eine Standardsituation her, um den Bann zu brechen: Nach einer Ecke von Gianfranco Cusimano war Bothels Abwehrchef Sven Beyer per Kopf zur Stelle – 1:0 (36.).

„Der Dosenöffner der Partie“, wie es Meinke bezeichnete, war schließlich das 2:0. Hülsens Keeper Bennet Rosilius konnte den Ball nicht festhalten, Meinke schnappte sich prompt die Kugel und schob ins leere Tor ein (49.). Doch damit nicht genug: In der 60. Minute griff der Schlussmann bei einer Meinke-Hereingabe wieder daneben – 3:0. „Da war keiner mehr dran. Der Ball ist so reingefallen“, freute sich der Botheler über seinen zweiten Treffer der Partie.

Wadenkrämpfe bei den Gästen

Die Gäste wussten keine Antwort und waren mehr damit beschäftigt, die Wadenkrämpfe bei Lukas Scheibe und Tugay Dogru zu behandeln. Ganz anders die Botheler, die merkten, dass gegen den bisherigen Tabellendritten mehr ging. Wieder war es eine Cusimano-Ecke, die Hülsen nicht zu verteidigen wusste. Dieses Mal hielt Goalgetter Cedric Ahrens seinen Kopf zum 4:0 hin (75.). 

Nur vier Minuten später stand wieder Bennet Rosilius im Fokus. Den 35-Meter-Freistoß von Torsten Hoops ließ der 20-Jährige erneut aus seinen Händen fallen. Ahrens bedankte sich und setzte zum 5:0 den Schlusspunkt (79.). „Natürlich macht unser Keeper bei fast jedem Gegentreffer keine gute Figur. Ich will aber nicht noch draufhauen, schließlich hat er in den vorherigen Spielen starke Paraden gezeigt“, so Ziad Leilo.

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