TV Sottrum verliert Kreispokalfinale gegen VfL Sittensen mit 2:3 / „Das war kein Elfmeter“

Meinekes „Foul“ ist der Knackpunkt

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Sichtlich geknickt waren die Sottrumer nach dem Abpfiff. Kein Wunder: Schließlich hatte die Mannschaft um Kapitän Vitalij Kalteis (l.) das Kreispokal-Finale gegen den VfL Sittensen mit 2:3 verloren. ·

Kreis-Rotenburg - Von Mareike LudwigWOHNSTE · Mit gesenkten Köpfen zogen sie sich hinter die aufgeklappten Tischtennisplatten in der Turnhalle zurück und überließen ihren Gegnern den Platz zum Feiern. Da die Kabinenkapazitäten beim „Tag der Endspiele“ in Wohnste nicht ausreichten, mussten die Kreisliga-Kicker des TV Sottrum mit dem ungewöhnlichen Ausweichquartier vorliebnehmen. Daran lag es jedoch nicht, dass die Mannen von Coach Ralf Brockmann das Kreispokalfinale gegen ihren Ligakonkurrenten VfL Sittensen mit 2:3 (0:1) verloren, schließlich hatte der neue Pokalsieger sein „Lager“ nur wenige Meter daneben aufgeschlagen.

Sittensens Coach Manfred Wolfs schien bereits vor der Partie der festen Überzeugung, dass sein Team den Pokal an die Börde holen würde und hatte T-Shirts mit der goldenen Aufschrift „Kreispokalsieger 2013“ gedruckt. „Ich denke, dass der Sieg verdient ist. Einen schöneren Abgang hätte ich mir nicht vorstellen können“, meinte Wolfs, der sein Traineramt nach nur einem Jahr an Hartmut Schwolow abgibt.

Zum 100-jährigen Vereinsbestehen des MTV Wohnste hatten sich die Gastgeber redlich Mühe gegeben, den beiden Mannschaften und den 350 Zuschauern einen würdigen Rahmen zu erweisen. Doch nicht etwa die beiden Protagonisten standen im Mittelpunkt, sondern der Unparteiische Mats Baur (FC Alfstedt/Ebersdorf), der durch seine indiskutable Leistung für mächtig Aufregung sorgte. Oftmals fehlte dem Schiedsrichter auf beiden Seiten das nötige Fingerspitzengefühl, sodass durch seine kleinliche Regelauslegung kein wirklicher Spielfluss aufkommen wollte. Eine dieser Szenen war in der 30. Minute: Als Nico Fröhlich Sittensens Christian Scholz leicht von hinten an den Beinen touchierte, entschied Baur auf Strafstoß. Den Elfmeter verwandelte Benjamin Hardt zum 1:0.

Ansonsten gab es im ersten Durchgang kaum nennenswerte Torraumszenen. Das spielerische Niveau war dem eines Endspiels nicht würdig. „In der ersten Halbzeit waren wir schwach“, gestand Sottrums Vitalij Kalteis. Die Ansprache hinter den Tischtennisplatten schien dann jedoch seine Wirkung zu zeigen, denn nach dem Seitenwechsel zeigten sich die Sottrumer wesentlich aggressiver. Die Belohnung sollte folgen: Nach einem Freistoß von Fröhlich stand Kalteis richtig und nickte mit Unterstützung des linken Innenpfostens zum 1:1 ein (52.).

Kurz darauf rückte Baur erneut in den Mittelpunkt. Torsten Meineke hatte im eigenen Strafraum Sittensens Sören Scholz mit fairen Mitteln den Ball abgenommen. Baur sah dieses jedoch zur Verwunderung aller Beteiligten anders und zeigte erneut auf den Punkt. Hardt ließ sich nicht lange bitten und verwandelte zum 2:1 (60.). „Das war kein Elfmeter“, gestand Wolfs. Und auch Scholz soll gegenüber Meineke zugegeben haben, dass er von ihm nicht getroffen wurde. „Jetzt lässt es sich nicht mehr ändern. Einfach richtig ärgerlich“, meinte der Sottrumer. Doch an dieser Entscheidung wollte Ralf Brockmann die Niederlage nicht festmachen: „Wir haben viel zu wenig gezeigt. Dabei hatten wir uns so viel vorgenommen.“

Sittensens Peter Grube stellte nach seiner schönen Einzelleistung die Weichen endgültig auf Sieg – 3:1 (65.). Zuvor hatte sich Altherren-Leihgabe Henning Lohmann im Mittelkreis den Ball zu weit vorgelegt und damit Grube die Kugel auf dem Silbertablett serviert. Zwar kam Sottrum durch Kalteis auf 2:3 heran (90.), doch reichte die Zeit nicht mehr, um auch noch den Ausgleich zu schaffen.

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