Mehrkämpferin verbessert Kreisrekord

Michels schnappt sich den Titel

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Der Gesichtsausdruck verrät alles: Siebenkämpferin Sophia Michels gab über 800 Meter noch einmal alles. Der Lohn: Die Ahauserin sicherte sich den norddeutschen Meistertitel.

Rotenburg - Die letzten beiden Stadionrunden hatten es richtig in sich. Sophia Michels mobilisierte über die 800 Meter noch mal all ihre Kräfte, um den Titel endgültig unter Dach und Fach zu bringen. Mit Erfolg: Die Leichtathletin des TuS Rotenburg war in Hamburg bei den Norddeutschen Meisterschaften im Siebenkampf nicht zu schlagen. In der U23 verbesserte die neue Titelträgerin mit 4766 Punkten zudem ihren Kreisrekord um 160 Zähler und stellte auch noch drei Bestleistungen auf. „Das war mein bester Wettkampf“, so Michels strahlend.

Zunächst ging es über 100 Meter Hürden. Nach 16,36 Sekunden kam Michels ins Ziel und erreichte damit die drittschnellste Zeit der sieben Starterinnen. Im Hochsprung hatte sie mit 1,60 Meter ihre bisherige Bestmarke bereits eingestellt, danach versuchte sie sich an 1,64 Meter. „Die Latte habe ich nur ganz knapp gerissen. Das hat mich wahnsinnig geärgert“, erzählt die Mehrkämpferin.

Mit technischen Problemen hatte die 20-Jährige im Kugelstoßen zu kämpfen. Dennoch stieß sie das vier Kilogramm schwere Sportgerät 10,63 Meter weit. „Für einen Mehrkampf ist die Leistung okay.“ Auch in dieser Disziplin ließ Michels der Konkurrenz keine Chance. Ihre ärgste Verfolgerin Johanna Wiele (SC Poppenbüttel) erreichte „nur“ 8,86 Meter.

Die letzte Disziplin des ersten Tages war der 200-Meter-Sprint. Michels nahm alle Kräfte zusammen und überquerte nach 25,77 Sekunden das Ziel. Mit dieser Zeit verbesserte sie ihre bisherige Bestzeit um sechs Zehntelsekunden. „Mit der Leistung bin ich sehr zufrieden“, freute sich die Ahauserin. Mit starken 2795 Punkten beendete sie die ersten vier Disziplinen an der Spitze des Feldes. „Ich hatte nach dem ersten Tag ein gutes Gefühl. Wirklich sicher kann man sich beim Siebenkampf aber nie sein, weil in den anderen Disziplinen noch einiges schiefgehen kann“, erklärt die 20-Jährige.

Ging es aber nicht. Im Gegenteil: Gleich zum Auftakt des zweiten Tages schraubte Michels im Weitsprung ihre Bestmarke auf 5,16 Meter. „Ich habe sogar noch etwas am Balken verschenkt“, so die Leichtathletin, die danach den Speer 38,21 Meter weit warf. Vor dem 800-Meter-Lauf hatte sich schon abgezeichnet, dass ihr der Titel kaum mehr zu nehmen ist. Dennoch gab Michels noch mal alles. Von Beginn an setzte sie sich an die Spitze. Für die beiden Stadionrunden benötigte sie schließlich 2:26,66 Minuten. „Ich habe versucht, ein mutiges Rennen zu laufen. Ich wollte unbedingt meine Bestzeit verbessern.“ Ihr Kampfgeist zahlte sich aus, schließlich unterbot sie ihren Rekord nicht nur um drei Sekunden, sondern bekam auch die Goldmedaille um den Hals. Mit 4766 Punkten hatte Michels 700 Zähler mehr als Wiele auf ihrem Konto.

ml

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