Sottrums „Teilzeitarbeiter“ empfiehlt sich

Mech hat genug von Platz zwei - Sottrum siegt 3:1 gegen Scheeßel

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Da geht‘s lang: Steffen Mech (r.) dirigierte das Sottrumer Mittelfeld im Spiel gegen Scheeßel überzeugend.

Sottrum - Dass Steffen Mech in der Startelf des Kreisliga-Tabellenführers TV Sottrum auftaucht, hat in dieser Serie absoluten Seltenheitswert. Beim 3:1-Sieg über den abstiegsgefährdeten SV Rot-Weiß Scheeßel durfte der 32-jährige Fußballer erst zum zweiten Mal von Beginn an ran, spielte das erste Mal über 90 Minuten und zog im Mittelfeld eindrucksvoll die Fäden. Beinahe jeder Angriff lief vor allem in Halbzeit eins über Mech.

Dass er seinen Auftritt auch noch mit den Treffern zum 1:0 und 2:0 garnierte, dürfte es Vitalij Kalteis vorerst deutlich schwerer machen, an seinem Routinier vorbeizukommen. „Mit so einer Leistung macht er seinen Mannschaftskollegen natürlich Druck“, gibt der Sottrumer Trainer zu, erklärt allerdings auch, warum Mech sich des Öfteren auf der Bank wiederfindet: „Wir haben im Mittelfeld viele Kandidaten für wenige Positionen. Hinzu kommt, dass wir Leute im Kader haben, die ein Spiel laufintensiver abarbeiten als Steffen. Er ist mit seinem starken Schuss dennoch ein besonderer Spielertyp für uns.“

Über eine starke Trainingswoche hatte sich Mech für die Startelf empfohlen. Daran knüpfte er im Spiel dann auch nahtlos an, überzeugte mit punktgenauen Pässen, Spielwitz und starken Distanzschüssen. Einer davon fand aus gut 20 Metern zum 2:0 den Weg ins Netz. „Da habe ich gezielt einen Scheeßeler Spieler angeschossen, damit der Ball reingeht“, spielt Mech augenzwinkernd darauf an, dass sein Versuch wahrscheinlich links am Tor vorbeigegangen wäre.

Bereits nach sieben Minuten hatte er einen Elfmeter humorlos zur Führung verwandelt. „Den habe ich mir spontan genommen“, macht der Mittelfeldmann deutlich, dass er an diesem Tage „richtig Bock“ auf Fußball hatte. Dass er auch im schweren Auswärtsspiel bei der SG Unterstedt am Sonntag beginnen wird, ist für Mech trotz seines guten Auftritts nicht selbstverständlich: „Das wird stark von der Trainingswoche abhängen.“

Viel wichtiger ist dem Kreativspieler auch, dass die Sottrumer am Ende der Spielzeit ganz oben stehen. „Zwei Jahre haben wir auf Platz zwei rumgedümpelt. Jetzt will ich Meister werden“, formuliert er deutlich. Die Voraussetzungen dafür empfindet Mech als besser denn je: „Wir haben die stärkste Mannschaft, seitdem ich in Sottrum spiele. Wenn wir es mit diesem Team nicht schaffen, dann weiß ich auch nicht mehr weiter.“ 

ntr

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