Maximilian Schulwitz hilft beim RSV nur aus / Saisonstart bei Drochtersen/Assel II

„Ein Deal für zwei Spiele“

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Comeback im RSV-Trikot? Ja, aber nur auf Zeit. Maximilian Schulwitz, zuletzt beim TB Uphusen, unterstützt das Team von Trainer Jan Fitschen für zwei Spiele.

Rotenburg - Von Lars Kattner. Der ein oder andere Zuschauer dürfte sich beim Bezirkspokalspiel des Landesligisten Rotenburger SV am Mittwochabend beim TSV Etelsen etwas verwundert die Augen gerieben haben. Als Ercan Baris in der 71. Minute das Feld verließ, betrat Maximilian Schulwitz im RSV-Dress den Fußballplatz. Jener Maximilian Schulwitz, der die Rotenburger in der Winterpause vor eineinhalb Jahren in Richtung Heeslingen verlassen hatte und in der Folge über die Zwischenstation SG Unterstedt beim Oberligisten TB Uphusen gelandet war. Hatte der Rotenburger SV etwa auf die Verletztenmisere reagiert und kurzfristig Verstärkung an Land gezogen? Die Antwort lautet: ja und nein.

„Ich bin definitiv kein Neuzugang“, stellt Schulwitz auf Nachfrage dieser Zeitung klar. „Trainer Jan Fitschen hat mich kontaktiert und gefragt, ob ich wegen der personellen Probleme aushelfen könne. Und diesen Gefallen habe ich ihm getan“, erläutert der Stürmer. Von einer festen Verpflichtung sei indes nie die Rede gewesen. „Es war ein Deal für zwei Spiele“, so Schulwitz.

Eine Feststellung, auf die er großen Wert legt. Schließlich habe er gegenüber dem TB Uphusen angegeben, eine fußballerische Pause einlegen zu wollen. „Ich habe keine Lust, als Verräter oder Wortbrecher dazustehen, nur weil ich jemandem einen Gefallen getan habe.“ Denn eigentlich verspürt der 20-Jährige derzeit keine große Lust mehr auf den Fußball: „Dieser Sport gibt mir nichts mehr.“ Und da er selbst nicht mehr an eine Karriere als Profi glaubt, nicht zuletzt wegen seiner vielen und teilweise schweren Verletzungen, liegt der Fokus nun auf seiner beruflichen Ausbildung bei der Kreissparkasse Verden.

„Fakt ist, dass er uns in der aktuell schwierigen Situation helfen möchte“, sagt RSV-Trainer Jan Fitschen. „Und über seine sportlichen Qualitäten brauchen wir uns nicht zu unterhalten. Ich bin froh, dass er dabei ist.“

Da der Deal für zwei Begegnungen gilt, wird Schulwitz also auch beim Punktspielauftakt bei der SV Drochtersen/Assel II (morgen, 18 Uhr) im Kader stehen. „Ich könnte mir tausend Pläne für das Match zurechtlegen, aber erst einmal muss ich sehen, überhaupt elf Spieler zusammenzubekommen“, sagt Fitschen.

Denn neben den Langzeitverletzten Tim Ebersbach, Kevin Klützke, Patrick Klee und Aleksandr Friauf muss der Coach weitere Tiefschläge verarbeiten. Der zuletzt blendend aufgelegte Jelle Röben ist aufgrund seiner Roten Karte aus der Pokalbegegnung gegen Etelsen auch in der Liga gesperrt. Und Patrick Brillowski musste wegen einer Verletzung am Fuß, die er sich ebenfalls gegen Etelsen eingehandelt hatte, zur Untersuchung ins Krankenhaus. Jede Form der Unterstützung scheint derzeit also mehr als notwendig.

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