Spiel gegen Bremervörder SC am Sonnabend

Gespräch mit Douglas Grun vom TV Stemmen: „An den Matsch gewöhnt“

Douglas Grun, TV Stemmen

Stemmen - Von Vincent Wuttke. Mittlerweile kennt sich Douglas Grun bestens mit dem Abstiegskampf aus. Vor zwölf Monaten überwinterte sein TV Stemmen auf dem Relegationsplatz in der Fußball-Bezirksliga. Nun steht sein Team vor dem letzten Spiel in diesem Jahr beim Bremervörder SC (morgen, 14 Uhr) wieder auf diesem Rang – allerdings in der Kreisliga. In die Weihnachtspause will sich der 25-jährige Gastronomie-Mitarbeiter aus Brasilien so auf keinen Fall verabschieden.

Die Wettervorhersage für Sonntag lautet 1 Grad Celsius und Schneeregen. Fühlen Sie sich bei solchen Bedingungen denn als Brasilianer wohl auf dem Platz?

Douglas Grun: (lacht) Ich bin ja nun schon sechs Jahre hier und habe mich mittlerweile an den kalten Boden und Matsch gewöhnt.

Fühlen Sie sich mittlerweile auch schon als Deutscher?

Grun: Es ist so ein Mittelding. Wir sprechen sogar unter den Brasilianern in Stemmen meistens Deutsch. Ich war auch schon über zwei Jahre nicht mehr zu Hause. Über die Weihnachstage geht es dann mal in den Urlaub und zur Familie.

Da wäre es nicht gerade schön, wenn Sie mit einem Relegationsplatz als Ballast fliegen würden.

Grun: Das stimmt. Wir brauchen mal wieder echt dringend Punkte. Der Abstiegskampf war irgendwie das ganze Jahr über Thema bei uns.

Das liegt auch daran, dass nach dem Abstieg im Sommer keine konstanten Leistungen gebracht wurden.

Grun: Wir haben immer wieder Verletzte und können uns so nie richtig einspielen. Und am Anfang der Saison hatten wir auch noch viel Pech. Aktuell machen wir keine schlechten Spiele. Gegen die Favoriten Sottrum und Heeslingen haben wir gut mitgehalten, aber verloren, weil wir zu dusselig waren.

Früher war Stemmen für die starke Offensive bekannt. In dieser Spielzeit gehört der Angriff mit 28 Toren zu einem der schwächeren. Wie kommt diese Entwicklung?

Grun: Wir haben in den vergangenen Jahren vorne immer mit Martin Illinger, Hannes Bellmann und mir gespielt. Bisher war aber fast immer einer von den anderen beiden verletzt. Wir kommen nicht richtig in Schwung.

Ihre Torquote stimmt. Sieben Mal haben Sie schon eingenetzt.

Grun: Sie hätte auch noch besser sein können. Ich habe auch mal schlechte Spiele gemacht.

Geht es für den TV Stemmen nur darum, den Abstieg in die 1. Kreisklasse zu verhindern?

Grun: Es wäre aber nicht schön, wenn wir runter müssten. Wir müssen noch 20 Prozent mehr geben, denn die Liga ist sehr ausgeglichen. Auch das spielerische Niveau ist nicht viel schlechter als in der Bezirksliga.

Mit Ihren Fähigkeiten können Sie auch in höheren Ligen auflaufen. Haben Sie daran denn Interesse?

Grun: Höher spielen will jeder Sportler mal. Vielleicht steigen wir mit Stemmen in zwei, drei Jahren mal wieder auf, wenn wir vielleicht ein paar Neue dazubekommen. Wechseln werde ich aber sicher nicht.

Gruns Tipps

SG Unterstedt - TSV Gr. Meckelsen 2:2

FC Ostereistedt/R. - TuS Westerholz 1:1

SV RW Scheeßel - TSV Gnarrenburg 1:2

FC Alfstedt/E. - TuS Tarmstedt 2:3

Rotenburger SV II - TSV Bülstedt/V. 1:1

Heeslinger SC II - MTSV Selsingen 3:2

Bremervörder SC - TV Stemmen 1:2

Vergangene Woche lag Jan Ostenfeld (TuS Westerholz) bei drei ausgetragenen Partien ein Mal von der Tendenz her richtig.

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