RSV-Torwart gelingt Wiedergutmachung / „Wir haben zwei gute Keeper“

„Matchwinner“ Mensing meldet keine Ansprüche an

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Bei dieser perfekten Haltung würde Lucas Mensing auch als Kegler durchgehen – doch der Keeper des Rotenburger SV überzeugte am Sonnabend auf dem Fußballplatz. ·

Rotenburg - Von Matthias FreeseLucas Mensing durchlebte in den letzten Wochen ein Wechselbad der Gefühle: Top-Auftritt nach seiner Einwechslung in der Partie beim TB Uphusen, zwei Patzer gegen den Lüneburger SK Hansa, und jetzt wieder eine Spitzenleistung beim 2:1-Auswärtssieg über den 1. FC Germania Egestorf/Langreder. Von Rückschlägen lässt sich der Keeper des Fußball-Oberligisten Rotenburger SV nicht aus der Ruhe bringen. Ganz schön cool für einen 18-Jährigen kommentierte er den jüngsten Auftritt: „Da war ich ganz zufrieden mit mir. So‘n bisschen was habe ich gehalten.“

So ein bisschen was gehalten? Für Coach Benjamin Duray war der Schüler, der an den BBS Rotenburg derzeit an seinem Abitur bastelt, der „Matchwinner“. Es sind wohl die ersten drei Punkte, die er seinem Heimatclub festgehalten hat. Und es sollen nicht die letzten bleiben. Mensing, der seit der G-Jugend dem RSV die Treue hält, will dieses vermutlich auch tun, wenn er nach dem Abschluss der Schule ein Studium – möglichst im Bereich Sport oder Ernährung  – aufnimmt. „Ich würde gerne in Rotenburg bleiben, ich wohne doch nur 500 Meter vom Sportplatz entfernt.“

Zu welchen Leistungen der reaktionsschnelle Keeper fähig ist, demonstrierte er bereits vor zwei Wochen beim 0:1 gegen Uphusen, als er gleich nach seiner Einwechslung einen Strafstoß parierte und weitere Glanztaten folgen ließ – nur wurden diese am Ende nicht mit einem Punkt belohnt. Gegen Lüneburg erwischte er einen rabenschwarzen Tag und erhielt bereits in der Halbzeitpause eine Gardinenpredigt von Coach Duray. „Einen Tag brauche ich schon, um so etwas abzuhaken. Aber dann versuche ich auch, im Training wieder Gas zu geben und bekomme die Unterstützung vom Team. Da ist keiner, der sagt: ‚Du bist ’ne Pfeife‘“, erzählt Lucas Mensing. Auch der Konkurrenzkampf mit Henner Lohmann geht fair über die Bühne: „Wir verstehen uns gut. Natürlich will jeder von uns spielen, aber das läuft freundschaftlich ab.“

In der letzten Partie vor der Winterpause, dem Nachholspiel beim VfL Bückeburg, ist Lohmann nach seiner Rotsperre wieder einsatzberechtigt – und Duray hat die Qual der Wahl. „Das muss der Trainer entscheiden, wer dann spielt“, macht Mensing keine Ansprüche geltend.

Dass sich der RSV in der Winterpause auf dem Torwart-Markt umschauen muss, glaubt er übrigens nicht: „Mit Henner und mir haben wir doch zwei gute Keeper, die auch noch jung sind und eine Perspektive haben.“

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