Dressurreiterin aus Bellen siegt bei der Qualifikation des Nürnberger Burgpokals

Maruhn erfüllt sich auf Wilson Pickett ihren Traum

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Esther Maruhn war auf Wilson Pickett nicht zu schlagen.

Bellen - Für Esther Maruhn haben sich ihre Träume mit dem jüngsten Wochenende vollends erfüllt: Mit ihrem neunjährigen Hannoveraner Wilson Pickett gewann die 46-jährige Dressurreiterin vom Reitverein Kirchwalsede in der Hansestadt Lübeck die Qualifikation um den Nürnberger Burgpokal und ist mithin nominiert, am Finale dieser unter Dressurreitern äußerst begehrten Serie im Dezember in der Frankfurter Festhalle teilzunehmen.

Die Qualifikationsrunde in Lübeck ist eine von 15 Prüfungen, die in diesen Sommermonaten bundesweit ausgetragen werden. Und lediglich das Siegerpaar der jeweiligen Runden auf St. Georges-Niveau werden von der Nürnberger Versicherung zum publikumswirksamen Schlussakkord in die weihnachtlich-erstrahlte „Gute Stube“ der Main-Metropole gebeten. „Für mich ist das ein ganz besonderer Augenblick, weil ich so oft schon daran gedacht habe, einmal in Frankfurt dabei sein zu dürfen“, strahlte Esther Maruhn während der Siegerehrung in Lübeck ihre Glücksgefühle förmlich mit Freudentränen heraus.

Die vor rund 20 Jahren vom ehemaligen Dressur-Olympiasieger Rainer Klimke und dem Vorstandsvorsitzenden der Nürnberger Versicherunggruppe, Hans-Peter Schmidt, aus der Taufe gehobenen Burgpokal-Serie ist für die deutsche Dressurreiter-Szene zum wichtigsten Elementarium der jungen Aspiranten im Alter von sieben bis neun Jahren avanciert, weil diese Aufgabenstellung, so sagen die fachkundigen Inspiratoren, „die förderlichste Zielrichtung auf dem Weg zum Grand Prix darstellt!“ – In Lübeck hatten Maruhn und ihr Wolkentanz I-Sohn die Zielvorgabe, fehlerfrei, aber mit Ausdruck und Dynamik jene 27 Lektionen des St. Georges Spezial zu bewältigen, die im Dezember in Frankfurt beim Gipfeltreffen der 15 Besten gleichfalls auf dem Viereck kreiert werden müssen.

Wilson Pickett gelang das im Reiterzentum der Buddenbrock-Stadt mit Bravour, allerdings waren einige kleinere Einschränkungen in der Ausführung der Lektionen nicht zu übersehen. Und das ausgerechnet in jenen Aufgaben, die als Punktelieferant gewichtig sind, weil die fünf Richter hier die doppelte Ausbeute notieren. Für Maruhn und Wilson Pickett hätten jeweils die beiden Galopp- und Schritt-Pirouetten mit mehr Gleichmaß ausfallen dürfen, um ihr ohnehin schon sattes Punktekonto von 72,22 Prozent noch üppiger zu gestalten. „Das war meine Schuld. Ich wollte die Pirouetten möglichst klein machen. Und wenn ich sie so einleite, dann macht Wilson noch kleinere daraus“, erklärte die Reiterin.

Wilson Pickett hatte sich dadurch verhaspelt und geriet für Sekunden aus der Balance. Aber letztlich war es geschafft, im Feld der 20 Bewerber noch deutlich die Oberhand zu gewinnen, weil der braune Muskelprotz eine stattliche Anzahl von Noten um die 8 auf seinem Portefeuille versammelte. „Jetzt hat Wilson erst einmal eine Pause verdient, bevor es in Scharnebeck Anfang Juni weitergeht“, verriet die 46-Jährige. Dort hatte sie im vergangenen Jahr den St. Georg Spezial gleichfalls an der Spitze beendet.

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