2:1-Pokalsieg des RSV gegen Uphusen

Debütant Marcel Marquardt erklimmt die Ebene

Marcel Marquardt (am Ball) im Duell mit Joel Agyemang.
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Mutiger Auftritt: Marcel Marquardt (am Ball) beschäftigte Uphusens Abwehr – hier mit Joel Agyemang – ausreichend.  

Nach einer kurzfristigen Verletzung rückte Marcel Marquardt in die Startelf des RSV und überzeugte bei seinem Debüt, während eine Aktion des Uphuser Keepers für Diskussionen sorgte.

Rotenburg – Die Entscheidung fiel spät. Zumindest hatte Tim Ebersbach vorher nichts verraten. „Erst vor dem Spiel“, berichtete Marcel Marquardt, habe er von seinem Coach erfahren, dass er in der Startelf stehen würde. Wenngleich er nicht sonderlich überrascht war. „Ich finde, ich habe fünf Wochen geackert – und es verdient“, bemerkte der aus der Fußball-Bezirksliga vom TuS Heidkrug gekommene Neuzugang des Rotenburger SV keck.

Im Erstrundenspiel des Niedersachsenpokals rechtfertigte der 20-Jährige seine Aufstellung und war maßgeblich daran beteiligt, dass die Mannen von der Wümme im Duell der Oberligisten den TB Uphusen mit 2:1 (2:1) aus dem Weg räumten. Im Achtelfinale geht es zum DFB-Pokalteilnehmer und Klassenrivalen VfL Oldenburg.

Per Elfmeter zum 2:0

Die Personalie Marquardt war ohne Frage die große Überraschung in Ebersbachs Personalpuzzle. Noch am Vortag hatte der Coach ursprünglich eine andere Überlegung, wie er gestand. Dann fiel Routinier Björn Mickelat mit muskulären Problemen aus – Ebersbach entschied sich für Marquardt. Dass er dabei zentral offensiv, fast schon als Neuner, auflaufen würde, erwies sich als gute Wahl. „Ich sollte einen verkappten Zehner spielen und mein eigenes Spiel reinbringen“, erklärte der Blondschopf. „Er ist laufstark, arbeitet sehr gut gegen den Ball und ist eklig. Die Idee ist aufgegangen, Marcel hat ein sehr starkes Spiel gemacht“, fand auch der Trainer.

Von Beginn an setzte er mit hoher Einsatzbereitschaft Uphusens Verteidigung unter Druck und kam selbst zu Torchancen. Nach der 1:0-Führung durch Luca Althausen, der nach einem Freistoß von Yannik Funck abstaubte (15.), war es Marquardt, der in der 16. Minute mit einem Foul von Uphusens Keeper Tariq Olatunji gestoppt wurde. Den fälligen Strafstoß verwandelte Kapitän Stefan Denker zum 2:0 (17.). Allerdings erst, nachdem sich die Uphuser wieder beruhigt hatten. Vor allem Kapitän Philipp-Bruno Rockahr redete vehement, aber erfolglos auf Referee Sebastian Lampe (SC Kampe/Kamperfehn) ein. Marquardt fand hingegen, dass der Strafstoß „auf jeden Fall“ einer war.

Der hätte vermutlich gepasst – doch Uphusens Keeper Tariq Olatunji (r.) klärt Arthur Bosserts Schuss außerhalb des Strafraums mit den Fäusten. Schiedsrichter Sebastian Lampe belässt es bei einer Gelben Karte.

Da die Gäste ohnehin zu oft mit den Entscheidungen des Unparteiischen haderten, statt sich auf ihr Spiel zu konzentrieren, sahen sie insgesamt sieben Gelbe Karten und eine Gelb-Rote gegen Rückkehrer Robert Littmann (37.), der damit keine große Hilfe war. „Es war natürlich schwer, wenn du fast 60 Minuten in Unterzahl spielst“, wusste auch Uphusens Trainer Christian Ahlers-Ceglarek, der zudem bereits nach einer knappen halben Stunde Pedro Güthermann mit muskulären Problemen gegen Terry Becker auswechseln musste. „Das tut natürlich weh.“ Glück hingegen für Keeper Tariq Olatunji, dass er für sein Handspiel außerhalb des Strafraums, mit dem er einen Treffer von Arthur Bossert verhinderte, nur Gelb sah (50.).

Zu zehnt waren die Mannen aus dem Achimer Westen trotzdem noch zum 1:2 gekommen (23.), weil zunächst Bossert das 3:0 verpasst hatte und der RSV beim anschließenden Konter schlecht postiert war. „Da hatten wir nicht die Defensivaufstellung, die wir abgemacht hatten und haben dreimal den Zeitpunkt verpasst, den Angriff zu unterbinden“, ärgerte sich Ebersbach. Am Ende konstatierte er aber: „Wir haben in der zweiten Halbzeit keine Torchance mehr zugelassen – das gibt den Jungs Selbstvertrauen.“

Für eine ungewohnt laute Kulisse sorgte übrigens die unmittelbar neben Uphusens Bank platzierte zweite Herren, die in den 90 Minuten wohl nahezu jeden RSV-Spielernamen musikalisch skandierte – auch den von Marcel Marquardt, der seinen Wechsel bereits jetzt als „definitiv“ richtig bezeichnete und nach seiner Premiere auf diesem Spielniveau konstatierte: „Ich komme da langsam rein – vom Fußballerischen her bin ich, glaube ich, schon auf einer Ebene.“

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