Für Mariusz Szymanski waren die Vorlagen besser als seine fünf Tore

„Bolzen funktioniert nicht“

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Seht her: Mariusz Szymanski gelang eine persönliche Bestmarke mit fünf Treffern in einem Spiel.

Visselhövede - Von Matthias Freese. Mariusz Szymanski hat die Messlatte für die nachfolgende Sturmgeneration beim VfL Visselhövede hoch gelegt. Mit seinen fünf Toren im Spiel der Fußball-Bezirksliga gegen den FC Verden 04 (6:1) zeigte der 37-jährige Pole, dass sein Dreierpack drei Wochen zuvor gegen den Heeslinger SC II keine Eintagsfliege war. Wir fragten nach.

Herr Szymanski, jetzt ist die große Chance, Mitspielern und Trainern zu danken …

Mariusz Szymanski: (lacht) Ich habe mich schon bedankt. Vor allem die drei Vorlagen von Atdhe Haliti waren klasse und besser als die Tore selbst. Aber Atdhe muss normalerweise die ganze Saison so spielen, so technisch stark wie er ist.

Wie groß war denn Ihr Anteil an den fünf Toren?

Szymanski: Ohne die Vorlagen schieße ich keine fünf Tore. Ich habe auch ehrlich keine Ahnung, was da passiert ist. Wo ich stand, ist der Ball hingekommen. Ich hatte ein gutes Näschen. Dabei war ich doch die Woche drei Tage in meiner Heimat und bin erst morgens aus Polen zurückgekommen.

Wann haben Sie denn zuletzt so oft getroffen?

Szymanski: Fünf Mal habe ich noch nie getroffen – auch nicht in der Jugend. Vier Tore waren es mal für den SV Bockenem vor zehn Jahren oder früher. Und auch für die Zweite beim BSV Rehden. Aber das ist eben wie beim Wein – der beste ist auch alt.

In der Hinrunde lief es bei Ihnen nicht rund. Wie haben es die Trainer Jamal und Morad Bounoua geschafft, dass der Knoten platzt?

Szymanski: Mit Motivation. Morad hatte mich schon vor dem Heeslingen-Spiel motiviert. Und dieses Mal hat er vorher gesagt, dass ich auf jeden Fall zwei Tore schießen werde. Ich habe aber ja auch gar nicht richtig Stürmer gespielt, sondern auf der Außenbahn, erst auf der linken Seite, dann rechts.

Und was machen die Trainer sonst anders als die Vorgänger?

Szymanski: Gute Frage. Auf jeden Fall hören die Jungs auf sie und haben Respekt. Von ihnen kann man viel lernen, sie denken sehr professionell. Und sie wissen genau, wo unser Problem ist. Wir sind keine große Mannschaft, haben keine großen Leute, aber wir sind technisch stark genug und müssen flach spielen. Wenn wir über die Außenbahnen spielen, sind wir viel gefährlicher. Bolzen funktioniert nicht. Außerdem hatten wir zu viel Hektik im Spiel.

Sie selbst sind auch nicht leise, wenn es nicht läuft.

Szymanski: Ich habe immer viel gemeckert, aber in der Kreisliga mehr als jetzt. Das ist gar nicht böse gemeint, einer muss ja meckern, hinten haben wir nur ruhige Leute. Ich bin aber auch schon leiser geworden.

Ihr Marktwert ist nach den fünf Toren gestiegen. Haben Sie schon fest für die nächste Saison zugesagt?

Szymanski: (lacht) Ich denke schon, dass ich bleibe, ich habe sonst keine Angebote bekommen. Vielleicht ändert sich das ja heute noch.

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