Marathon im Urlaub

Elke, Mirko und Patrick Peter laufen 42,195 Kilometer in Islands Hauptstadt

Mirko (v.l.), Elke und Patrick Peter vor dem Lauf. Alle Drei überquerten die Ziellinie beim Marathon in Reykjavik.

Rotenburg - Von Jan Claas Rosebrock. Für Mirko Peter sollte es in Reykjavik (Island) eigentlich nur ein Städteurlaub mit seiner Frau Imke werden. Doch nun ging er dort mit seiner Mutter Elke und seinem Zwillingsbruder Patrick beim Marathon an den Start. Dabei sind Patrick und Mirko normalerweise eher auf dem Fußballplatz „zu Hause“. Für das Duo war es der erste 42,195-Kilometer-Lauf. Ihre Mutter Elke ging dagegen bereits zum 16. Mal bei einem Marathon an den Start.

„Als Imke und ich letztes Jahr den Urlaub geplant haben, hat Mama festgestellt, dass zu der Zeit auch ein Marathon in Reykjavik ausgerichtet wird. Am Anfang haben wir das eigentlich nur als Spaß empfunden, aber mit der Zeit ist das zu einem festen Ziel gereift“, erklärt Mirko Peter die Entstehungsgeschichte. Der Fußballer des TV Hassendorf aus der 1. Kreisklasse Süd lief die Distanz in 4:27:16 Stunden und wurde damit 829. in der Gesamtwertung. 

Sein Bruder Patrick, der derzeit für den Kreisligisten VfL Visselhövede die Schuhe schnürt, kam bereits als 447. bereits nach 3:52:04 Stunden ins Ziel und ergänzt: „Mama hatte vorher schon ab und zu mal den Wunsch geäußert, mit uns einen Marathon zu laufen.“ Die 47-Jährige überquerte nach 4:36:11 Stunden als 910. die Ziellinie. Die Platzierung stand jedoch nicht im Vordergrund.

Den 29-jährigen Zwillingen hat die Mutter mit ihrer Teilnahme sehr geholfen. „Sie hat uns beruhigt und uns Mut gemacht, dass wir das schaffen werden“, sagt Patrick und Mirko bestätigt: „Gerade beim Training haben wir oft gesprochen und sie stand uns mit guten Tipps zur Seite.“

Ideale Laufbedingungen lassen Patrick als ersten ankommen

Die Bedingungen am Tag des Laufes waren mit einer Temperatur von 15 Grad Celsius und kaum Wind ideal. „Das war vermutlich der beste Sommertag, den die Isländer dieses Jahr hatten“, bestätigt Patrick Peter mit einem Lachen. Seine Laune war auch deshalb sehr gut, weil er das familieninterne Duell gewann. „Ich glaube, ich hatte einfach die beste Tagesform. Ich wusste, dass ich meinen Rhythmus halten muss und das ist mir auch gelungen“, resümiert der Visselhöveder. 

Seinen Bruder Mirko stört es nicht, dass er später ins Ziel kam. „Für uns alle war es das Primärziel, anzukommen. Ich habe großen Respekt vor seiner Zeit“, findet der Hassendorfer. Mutter Elke betonte nach der Zielankunft: „Für mich ist jeder ein Held, der durchs Ziel kommt.“

Dabei hat das Erlebnis bei Patrick Peter offenbar die Lust auf mehr geweckt: „Er hat gleich gesagt, dass er sich noch weitere Teilnahmen vorstellen kann. Mirko dagegen war schon immer der Ansicht, dass Laufen ohne Ball am Fuß eher langweilig ist“, verrät Elke Peter lachend. Für sie war es der 16. und zugleich letzte Marathon ihrer Karriere. „Für mich ist es etwas ganz Besonderes, dass meine Kinder dabei waren. Wenn Mirko und Patrick nicht dabei gewesen wären, hätte ich vermutlich schon letztes Jahr aufgehört.“

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