Unter vier Stunden

Marathon statt Fußball: Zevens Kreisliga-Trainer Cordes nutzt die Corona-Auszeit

Robin Cordes (l.) und Björn Bultmann.
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Marathon geschafft: Robin Cordes (l.) neben Björn Bultmann.

In der Corona-Auszeit hat Robin Cordes ein neues Hobby entdeckt. Der Coach des Fußball-Kreisligisten TuS Zeven lief einen Marathon.

Zeven – Was macht ein Fußball-Coach, wenn er mit seinen Jungs nicht trainieren darf? Joggen beispielsweise. Robin Cordes vom Kreisligisten TuS Zeven war das jedoch nicht genug: Während der „Zwangspause“ setzte er ein Ausrufezeichen, erfüllte sich seinen Traum vom Marathon und lief diesen in 3:50:34 Stunden. Die 42,195 Kilometer lange Strecke führte ihn durch verschiedene Orte der Samtgemeinde Zeven.

Welch ein Sinneswandel: Während seiner aktiven Zeit beim SV Viktoria Oldendorf waren für Cordes Ausdauerläufe eher ein notwendiges Übel. „Ich bin während der Saisonvorbereitung schon gelaufen. Doch ich war nicht der klassische Jogger, wollte Fußball spielen“, sagt der 29-Jährige. Nach dem ersten Corona-Lockdown im März 2020 rückte das Laufen immer mehr in den Fokus. Dabei begleitete ihn ab und an sein Freund und Arbeitskollege Björn Bultmann. „Wir sind morgens zusammen zur Bank-Filiale nach Selsingen gefahren. Nach Feierabend machte sich einer auf die Laufstrecke, der andere fuhr im Auto heim“, erzählt Cordes. Dass sein Kumpel bereits einen Marathon gelaufen war, sorgte für zusätzliche Motivation. So reifte ein Plan. „Ich bin in den ersten drei Monaten des Jahres 600 Kilometer gelaufen. Da ich das Ziel hatte, vor meinem 30. Geburtstag einen Marathon zu laufen, entschied ich mich, es umgehend zu machen“, sagt Cordes.

Die letzten sieben Kilometer kämpft man sich einfach nur ins Ziel.

Robin Cordes

Doch es war ein einsamer Lauf, Fans an der Strecke gab es nicht. In Fabian Mindermann fand er eine gute Unterstützung. Der Zevener Kicker wartete in Oldendorf, um seinen Trainer nach 25 Kilometern zu begleiten und aufzubauen. „Ich war überrascht, wie fit Robin am Treffpunkt einlief“, meint Mindermann, der im Rucksack Lauf-Proviant dabei hatte.

Alle Kräfte mobilisierte Cordes ab Kilometer 35. „Die letzten sieben Kilometer kämpft man sich einfach nur ins Ziel“, berichtet er. „Die ersten 15 Kilometer lagen bei 5:10 Minuten und bis Kilometer 32 wollte ich die 5:25 Minuten halten.“ Der Plan ging auf. „Dass er einen Schnitt von 5:20 pro Kilometer lief, war schon krass“, findet auch Björn Bultmann. „Ob ich aber ein zweites Mal über die Strecke gehe, lasse ich mir offen“, gesteht Cordes.

Von Manfred Krause

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