Vom torgefährlichen RSV-Stürmer zum ehrenamtlichen Helfer auf dem Platz

Manni Kimmel feiert 80. Geburtstag

Feiert 80. Geburtstag: Manfred „Manni“ Kimmel. Der Tausendsassa des Rotenburger SV ist trotz Lungenproblemen noch beim Vereinsstammtisch am Start. Fotos: Goldstein

Rotenburg - Von Heinz Goldstein. Der älteren Generation der Rotenburger Fußballfans ist der Name Manfred „Manni“ Kimmel auch heute noch ein Begriff. Er ist bekannt als vorbildlicher Sportler, der all das mitbringt, was von einem aktiven Spieler auf dem Platz erwartet wird – Fairness, Ehrgeiz und Kampfgeist. Es sind Tugenden, die er auch später noch, als er mit 45 Jahren die aktive Zeit auf den Rasen beendete, als Tausendsassa in der Vereinsarbeit beim Rotenburger SV vorlebte. Seine vielen ehrenamtlichen Tätigkeiten lassen sich kaum aufzählen. Nun feiert Manni Kimmel am Sonntag seinen 80. Geburtstag.

Aufgewachsen im westfälischen Sauerland ist er 1954 als Jugendlicher mit seiner Familie nach Rotenburg gezogen, wo er sich zum Elektriker ausbilden ließ. Seine Leidenschaft fürs Skilaufen und -springen, die er in Kindheitstagen entwickelt hatte, flachte im Norden ab. Vielmehr entwickelte Kimmel großes Interesse am Fußball. In jungen Jahren beim FC Rotenburg sowie anschließend beim neugegründeten Rotenburger SV war der Rechtsaußen von den gegnerischen Mannschaften gefürchtet. „Ich habe viele entscheidende Tore geschossen“, erinnert sich Kimmel gerne. Er spielte sowohl bei der 1. und 2. Herren des RSV sowie mit zunehmendem Alter bis zu der S 40. Dort beendete er dann – seiner Ehefrau Waltraud zur Liebe – im Alter von 45 Jahren die aktive Laufbahn als Fußballer. Das tat seiner Liebe zum Verein und zum Fußball aber keinen Abbruch. Er agierte zwar für den RSV nicht mehr auf dem Rasen, dafür aber abseits des Platzes. So nahm er das Amt des Spielausschuss-Vorsitzenden an.

Innerhalb kürzester Zeit wurde Manni, wie er überall genannt wird, als Ehrenamtlicher unentbehrlich auf dem Ahe-Sportplatz und darüber hinaus. Kimmel war sofort da, wenn er gebraucht wurde – ob beim Bau des Sportlerheims oder der Gestaltung des Ahe-Stadions. Er stellte stets sein handwerkliches Geschick dem Verein ehrenamtlich zur Verfügung. Nicht nur beim Bau der Umkleidekabinen, der großteils in Eigenleistung über die Bühne ging, war seine helfende Hand gefragt. Auch bei zahlreichen Vereinsfesten packte der Rotenburger stets mit an.

Seit fünf Jahren spielt seine Lunge allerdings nicht mehr so richtig mit. Er benötigt ein Sauerstoffgerät. Das hält den Tausendsassa aber nicht davon ab, den RSV-Stammtisch, der regelmäßig jeden Sonntagmorgen um 10 Uhr im Sportlerheim stattfindet, zu besuchen. Für seine Vereinstreue ist Manni Kimmel bereits zum Ehrenmitglied im Rotenburger Sportverein ernannt worden.

Seinen Geburtstag hätte er gerne im größeren Rahmen gefeiert. „Leider hat mir das Coronavirus einen Strich durch die Rechnung gemacht“, bedauert Kimmel. Die Sause im Scheeßeler Hof mit Weggefährten und Verwandten habe er mittlerweile abgesagt.

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