Dreier bringen Hurricanes auf Kurs – 76:60

Mankertz zähmt Hagen

+
Genau gezielt: Hurricanes-Centerin Kierra Mallard (l.) war nicht nur als Punktesammlerin erfolgreich, sondern auch als Rebounderin. Erica la Porsche Hayes (r.) ist hier machtlos.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Das Mienenspiel verriet Christian Greve: Es war wenige Sekunden vor der Pausensirene, als sich der Trainer der Avides Hurricanes nachdenklich seinen Vollbart kraulte.

Entspannung und Zufriedenheit sehen anders aus. Und die stellten sich erst Anfang des dritten Viertels allmählich ein. Nach dem 32:34- Halbzeitrückstand gelang den Zweitliga-Basketballerinnen in der Rotenburger Pestalozzihalle doch noch ein souveräner 76:60-Heimsieg gegen die Phoenix Hagen Ladies – es war der bisher knappste Erfolg für den Spitzenreiter.

Als „Wake-up-Call“, also als Weckruf, bezeichnete Janae Young dieses Spiel für ihr Team, das überhaupt nicht reinfand. „Wir müssen wissen, dass es nie leicht ist“, so die Amerikanerin. Hagens Coach Uli Overhoff hatte seine Damen aber auch gut auf den großen Titelfavoriten eingestellt und um die US-Aufbauspielerin Erica la Porsche Hayes einen sehr ausgeglichenen Kader zur Verfügung. Vor allem aber machten die Gäste eines völlig anders als die bisherigen Hurricanes-Gegner. „Das war die erste Mannschaft, die gegen uns mit der Zone verteidigt hat“, bemerkte Christian Greve. Und er versprach: „Jetzt weiß ich, wo wir modifizieren müssen und die Baustellen liegen. Wir werden die Woche im Training viel an der Zone arbeiten.“

Auch am Brett stiftete Hagen in der ersten Hälfte durch seine beiden Großen, Alina Gimbel und Felicitas Graßhoff, unerwartete Unruhe. So gewannen die Damen aus dem Ruhrgebiet mit 21:19 das erste Viertel (Greve: „Eine Zahl, die mich einfach nervt“) und ließen sich bis zur Pause trotz zwischenzeitlicher 18:15-Führung der dieses Mal wurfschwachen Hurricanes (35 Prozent aus dem Spiel heraus) nicht abschütteln.

Die Zähmung der „Widerspenstigen“ leitete unmittelbar nach der Pause Kapitänin Pia Mankertz mit ihrem ersten von drei Dreiern in nur fünf Minuten ein. Am Ende war sie nicht nur an der vorentscheidenden 47:36-Führung maßgeblich beteiligt, sondern wies mit vier Dreiern bei einer 57-Prozent-Quote sowie insgesamt 18 Punkten eine gute Bilanz auf. Übertroffen wurde sie noch von den beiden Amerikanerinnen Janae Young und Kierra Mallard, die beide ein Double-Double schafften. Young mit 19 Punkten und zwölf Rebounds, Mallard sogar noch imponierender – 17 Punkte, 17 Rebounds! „Ja, das ist beeindruckend“, fand Greve.

Wenig erfreut war der Coach allerdings darüber, dass nur die Spielerinnen der Starting-Five getroffen hatten (Emma Stach kam auf starke 19 Punkte, Constanze Wegner war ein Mal per Dreier erfolgreich). „Das sehe ich eigentlich nicht so gerne“, so Greve. Allerdings hatte er der Bank aufgrund des lange Zeit engen Spiels auch nicht ganz so viele Einsatzminuten gegeben. Hannah Pakulat nutzte ihre 13 Minuten trotzdem – und zwar zu vier Rebounds, drei Steals und drei Blocks.

Ohnehin agierten die Hurricanes im zweiten Durchgang griffiger und mit mehr Intensität in der Defense. „Da haben wir auch viel besser gegen die Zone gespielt“, meinte Janae Young erleichtert.

Beraterin: Trump veröffentlicht seine Steuerunterlagen nicht

Beraterin: Trump veröffentlicht seine Steuerunterlagen nicht

Wie werde ich Fitnesskaufmann/-frau?

Wie werde ich Fitnesskaufmann/-frau?

Wann eine Teilqualifizierung sinnvoll ist

Wann eine Teilqualifizierung sinnvoll ist

Prinzessin Caroline von Monaco feiert 60. Geburtstag

Prinzessin Caroline von Monaco feiert 60. Geburtstag

Meistgelesene Artikel

Schumachers Tormaschine läuft richtig heiß

Schumachers Tormaschine läuft richtig heiß

Kelm zu oft im Stich gelassen

Kelm zu oft im Stich gelassen

An Neuzugang Fründ liegt es nicht

An Neuzugang Fründ liegt es nicht

Der Meister der Körperbeherrschung

Der Meister der Körperbeherrschung

Kommentare