Aber Hurricanes verpassen Coup in Wasserburg – 71:77 / „Push mitnehmen“

Mankertz setzt Nadelstiche

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Pia Mankertz nähert sich immer mehr ihrer Bestform. Gestern gelangen ihr gleich fünf Dreier in Wasserburg – und das bei einer 50-Prozent-Quote.

Scheeßel - Mailis Pokk war die Letzte, die gestern Abend um kurz nach sechs in den Bus stieg. Kein Wunder: Sie hatte vergangene Saison noch beim TSV Wasserburg gespielt, sodass mit einigen alten Bekannten noch Smalltalk angesagt war.

Bei aller Freundschaft: Die Punkte durfte die Litauerin jedoch nicht vom Inn mit nach Scheeßel nehmen. Ihre Avides Hurricanes lieferten dem haushohen Titelaspiranten in der Basketball-Bundesliga zwar einen großen Fight, mussten aber eine 71:77 (37:41)-Niederlage im Bus verstauen.

Hurricanes-Coach Christian Greve blieb vor der rund elfstündigen Rückreise also nur die Erkenntnis, „dass wir auch dieses Spiel hätten gewinnen können“. So hofft er nun darauf, wenigstens einen „Push für die folgenden Spiele mitzunehmen, wo es um die Wurst geht“. Das gilt insbesondere für das nächste Heimduell, kommenden Sonnabend, gegen die am Tabellenneunten vorbeigezogenen Rhein-Main Baskets.

Ohne Frage war gegen Wasserburg eine klare Leistungssteigerung erkennbar gewesen, auch wenn am Ende die allererste Niederlage gegen den Lieblingsgegner stand. Vor allem Pia Mankertz setzte mit ihren fünf Dreiern Nadelstiche und riss ihr Team mit. Aber auch Vanessa House „hat ihren Job gut gemacht. Und die Youngsters ebenfalls“, lobte Greve die Defense-Arbeit von Hannah Pakulat und Andrea Baden.

So gelang es den Hurricanes, sogar einen zwischenzeitlichen 16:29-Rückstand nach einem Wasserburger 17:2-Lauf zu verkraften. Pokk gelang an alter Wirkungsstätte per Dreier der Ausgleich zum 51:51 (25.), Samantha Meissel unmittelbar danach gar das 53:51. Mankertz’ Dreier zum 65:63 sollte allerdings die letzte Führung bleiben (31.), weil Wasserburg mit einem 8:0-Run konterte (33.) und sich auch von 71:74 durch House nicht mehr verunsichern ließ (39.). Neben Anne Breitreiner (26 Punkte) begeisterte allen voran Emma Cannon. Sie zeigte den Gästen mit ihren 25 Punkten und 20 Rebounds auch die Schwächen unterm Brett auf. Ohnehin räumte Greve ein, dass die 40-minütige Zonenverteidigung „Lücken hatte, die Wasserburg teilweise recht unkonventionell genutzt hat“.

Kuriosität am Rande: Ab der 16. Minute mussten die Süddeutschen von Co-Trainerin Wanda Guyton gecoacht werden, da Trainer Bastian Wernthaler mit seinem zweiten technischen Foul aus der Halle geflogen war. „Das hat uns nicht geschadet“, wusste Greve, „denn wir waren gerade in einem kleinen Loch.“ · maf

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