Hurricanes gewinnen 98:55

Mankertz schafft es mit der Unterstützung ihrer Schüler

Pia Mankertz läuft mit dem Ball in der Hand links an Alva Hedrich vorbei.
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Pia Mankertz (am Ball) setzt sich gegen Grünbergs Alva Hedrich durch.

Pia Mankertz hatte eine besondere Idee. Sie lud ihre Schülerinnen und das Kollegium zum Heimspiel der Hurricanes ein - mit Erfolg.

Rotenburg – Die Stimmung in der Pestalozzihalle beim 98:55 (54:28)-Sieg der Avides Hurricanes gegen die Bender Baskets Grünberg war ausgelassen. Das lag unter anderem auch an den rund 30 Jungen und Mädchen der Schule am Grafel, an der Pia Mankertz unterrichtet. Die Kapitänin der Zweitliga-Basketballerinnen hatte in Absprache mit Utz Bührmann, Vorstandsmitglied der Hurricanes, für alle Schüler sowie ihr Kollegium Karten organisiert. „Eine super Aktion“, fand ihr Coach Christian Greve. Selbst für die erfahrene Spielerin sei es „sehr aufregend“ gewesen, wie sie verriet.

Nicht nur mit lautstarken Rufen während der Partie, sondern auch mit drei selbst gestalteten Plakaten – eines davon trug die Aufschrift „Los Pia, das schaffst du“ – unterstützten die Grundschüler ihre Lehrerin von der Tribüne. Im Anschluss kam es noch zu einer Szene, die Mankertz sichtlich rührte. „Ich habe von einer meiner Schülerinnen sogar eine Karte geschenkt bekommen“, berichtete sie.

Weniger erfreut war Mankertz über ihren ersten Ballverlust: „Der war unnötig. Das ärgert mich.“ Es war allerdings das gesamte Team, das zunächst einige Minuten benötigte, bis es im Spiel war. „Der Start war nicht so, wie wir es uns vorgestellt haben. Da hatten wir die Intensität noch nicht so“, wusste auch Greve, der nach rund sechs Minuten die erste Führung seiner Mannschaft sah. Janina Schinkel traf zum 13:11. Ohnehin war der Neuzugang von den Gisa Lions des SV Halle sehr effektiv: Schinkel traf beide Freiwürfe und netzte teils sehenswert im Fallen unter dem Korb – 100 Prozent aus der Kurzdistanz. „Ich war erleichtert, dass direkt der erste Linkskorbleger rein ging. Zuletzt hat sie da etwas gehadert“, erklärte Greve, der ihr deshalb unter der Woche gut zugeredet habe.

In der Dreier-Statistik stand allerdings eine Null. „Die offenen Dreier muss sie dann auch mal nehmen“, forderte der Hurricanes-Coach. Besser machte dies Mankertz, die alle drei ihrer Versuche versenkte und wie Schinkel auch sonst keinen Fehlversuch hatte.

Ein auffälliges Comeback feierte indes Hannah Pakulat. Nach einer Schwellung am Bein lief sie erstmals in dieser Saison auf und kam nach fünf Minuten für Mirja Beckmann, die mit Toshua Leavitt, Andrea Baden, Leonie Rosemeyer und Mankertz die Starting Five bildete, aufs Feld. „Es hat wieder Spaß gemacht“, gestand sie, nachdem sie in ihrer knapp 17-minütigen Spielzeit auf acht Rebounds gekommen war – die meisten ihres Teams.

Auffällig war außerdem, dass gleich sieben Spielerinnen der Hurricanes zweistellig punkteten. Greve beschrieb es als „sehr ausgeglichen“. Dennoch reichte es dieses Mal nicht für die 100 Punkte wie im vergangenen Match gegen die Young Dolphins Marburg (106:59). „Natürlich ist es ein Highlight für die Spielerinnen. Wir haben in der letzten Auszeit gesagt, dass wir die haben wollen. Am Ende ist es aber überhaupt nicht wichtig, dass es nicht geklappt hat“, meinte der Coach und nannte dafür Abstimmungsschwierigkeiten in der Offense.

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