Hurricanes-Kapitänin kassiert beim 51:69 in Osnabrück technisches Foul

Mankertz muss auf die Bank

Schied vorzeitig aus: Kapitänin Pia Mankertz kassierte wegen Meckerns ein technisches Foul.
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Schied vorzeitig aus: Kapitänin Pia Mankertz kassierte wegen Meckerns ein technisches Foul.

Rotenburg – Am Anfang des vierten Viertels verstand Pia Mankertz die Basketball-Welt nicht mehr. Die Kapitänin der Avides Hurricanes bekam wegen Meckerns ein technisches Foul angehängt. Damit war die Leistungsträgerin in den verbleibenden neun Minuten zum Zuschauen verdammt. Ob die Gäste den zu diesem Zeitpunkt deutlichen Rückstand von 21 Punkten mit der 30-Jährigen noch gedreht hätten, ist rein hypothetisch.

Die Disqualifizierung als Grund für die überraschende 51:69 (26:34)-Niederlage bei der Panthers Academy Osnabrück zu nennen, wollte Coach Christian Greve daher auch nicht gelten lassen. Schon in den Abschnitten zuvor sei das Auftreten seiner Zweitliga-Damen laut des Trainers „einfach nicht gut genug“ gewesen. „Wir hatten uns das Spiel anders vorgestellt, die Vorgaben jedoch nur am Anfang in Ansätzen umgesetzt“, erklärte Greve hinterher.

Mankertz hatte in der 31. Minute ihr viertes Foul kassiert und daraufhin die Entscheidung kritisiert. „Den Schiedsrichtern hat nicht gepasst, dass ich etwas gesagt habe. Ich habe mich darüber beschwert, dass sie die selben Pfiffe auf beiden Seiten vornehmen sollen. Ich habe es dann einfach hingenommen, da meistens an der Entscheidung dann nichts mehr zu ändern ist“, erzählte Mankertz ihre Sichtweise. Ihr Coach wollte sich zu der Szene nicht weiter äußern und meinte nur, dass die Pfiffe „zu kleinlich“ gewesen seien.

Von der Bank aus verfolgte Mankertz schließlich den Kampfgeist ihrer Mannschaft. Trotz des aussichtslosen Unterfangen, den hohen Rückstand noch zu drehen, stemmten sich die Hurricanes gegen die Niederlage. Besonders Youngster Melda Tölle fiel im Schlussabschnitt positiv auf. „Sie hat richtig energisch verteidigt“, lobte Greve den erst 18-jährigen Guard. Doch das Aufbäumen war letztlich vergebens, zu groß war bereits der Abstand auf die Osnabrückerinnen. „Wir haben uns dennoch bis zum Schluss nicht aufgegeben, das sehe ich als positiv an“, bemerkte Mankertz.

In den Vierteln zuvor war bei den Hurricanes jedoch eine Unsicherheit zu spüren. Die Bälle verfehlten größtenteils den Korb. Die schwache Wurfausbeute wurde den Gästen schließlich zum Verhängnis. So fanden von den 31 (!) Dreierversuchen nur fünf Würfe das Ziel. „Wir hatten irgendwann nicht mehr genügend Selbstvertrauen. Wir brauchen mal wieder ein Erfolgserlebnis, damit wir auch wieder Vertrauen in uns und unsere Würfe haben“, sagte Mankertz. In die gleiche Richtung ging auch Greves Analyse. Er wolle in den nächsten Trainingseinheiten daher auch verstärkt an den Abschlüssen arbeiten. „Wir müssen wieder mehr Sicherheit bekommen. Zudem fehlen momentan die Konsequenz und die Sicherheit. Natürlich ist dadurch eine gewisse Unzufriedenheit vorhanden, aber wir lassen uns nicht runterziehen“, betonte Greve.

Im zweiten Viertel hatten die Gastgeberinnen erstmals die Führung übernommen und diese fortan auch nicht mehr aus der Hand gegeben. Während Osnabrück zur Halbzeit mit acht Punkten führte, wuchs der Vorsprung im dritten Viertel entscheidend weiter an. Magere zwölf Punkte standen aufgrund der mangelnden Wurfausbeute für die Hurricanes nach diesem Abschnitt nur zu Buche. Die Panthers brachten es auf der anderen Seite dagegen auf 27 Zähler – die Vorentscheidung. Den 23-Punkte-Rückstand verkürzten die Hurricanes schließlich noch auf 18 Zähler zum 51:69-Endstand. „Positiv ist zu erwähnen, dass wir nie auseinader gebrochen sind, sondern immer weiter gekämpft haben. Ich kann meiner Mannschaft definitiv keinen Vorwurf machen, da wir wirklich alles versucht haben. Mit 51 Punkten ist aber leider kein Spiel zu gewinnen“, gestand Greve nach der Partie.

Von Mareike Ludwig

Erhielt trotz der Niederlage ein Lob ihres Trainers: Youngster Melda Tölle (r.) hat laut Christian Greve gegen die Academy Panthers Osnabrück „energisch verteidigt“.

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