Hurricanes nehmen Opladens Vorlage gerne an / Als Spitzenreiter in die Play-Offs

Mankertz lächelt nur darüber

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Mit vollem Einsatz: Clara Schwartz (l.) wird von Taryn Turnbull gestört, passt aber schnell weiter. ·

Rotenburg - Von Matthias FreeseNach dem Abpfiff rätselten Verantwortliche und Spielerinnen der Avides Hurricanes. Mit ihrem 78:45 (45:23)-Heimsieg gegen das Team des BBZ Opladen hatten sie bereits am drittletzten Punktspieltag der 2. Basketball-Bundesliga Platz eins abgesichert und sich die bestmögliche Ausgangsposition für die Play-Offs verschafft. „Aber wie nennen wir uns nun?“, fragte Kapitänin Pia Mankertz. Meister? Nein! So darf sich nur der Sieger der Final-Runde bezeichnen. „Dann eben Spitzenreiter“, stellte Mankertz fest – und genau das skandierten sie auch lautstark in Rotenburg.

Opladens Trainerin Birgit Kunel hatte einen echten Eigenkorb geworfen. Vor einer Woche hatte sie den TK Hannover zum größten Titelfavoriten ausgerufen und die Hurricanes damit indirekt kleingeredet – was Hallensprecher Christoph Treblin bei der Vorstellung beider Teams vor rund 240 Zuschauern noch einmal genüsslich erwähnte. „Hannover hat in der Rückrunde noch keine Niederlage kassiert, insofern ist das ja nicht ganz falsch“, nahm Hurricanes-Coach Christian Greve die Kollegin zwar in Schutz. „Aber für mich war das natürlich eine super Vorlage. Ich musste in der Kabine nicht mehr viel sagen, da war mein Team gleich sehr griffig.“ Und Pia Mankertz bestätigte: „Wir haben die Aussage zur Kenntnis genommen und sie etwas belächelt.“

Die Retourkutsche dafür – und vor allem für die Hinspielpleite im Stadtteil von Leverkusen – war deutlich. 25:9 hieß es bereits nach neun Minuten. Und auch für einen 14:0-Run der Gäste hatten die Hurricanes die passende Antwort: Sie legten prompt einen 20:0-Run zum 45:23-Halbzeitstand hin. Dabei sei erwähnt, dass auch die frühe, zehnminütige Verletzungspause für Pia Mankertz – sie hatte bei einem nichtgeahndeten Foul der Kanadierin Taryn Turnbull einen Pferdekuss oberhalb des Knies abbekommen – keinen Bruch ins Spiel brachte. „Die Maschinerie lief weiter“, hatte Greve beobachtet. „Ohnehin war es bis auf zwei Schwächephasen schon ganz schön beachtlich.“

Cara Tadeus debütiert und ist beeindruckt

  Die Ganzfeldpresse behagte dem phasenweise überforderten Tabellenvierten, der nur zu acht angereist war, überhaupt nicht. Keine Gäste-Akteurin kam denn auch auf eine zweistellige Punkteausbeute. Insbesondere Emma Stach und Kierra Mallard setzten Opladen mit jeweils 20 Zählern kräftig zu. Für die US-Centerin (elf Rebounds) war es sogar schon ihr zwölftes Double-Double in dieser Saison.

Erwähnenswert sind aber auch die fünf Steals von Kata Takács und die sechs Ballgewinne von Hannah Pakulat. Und natürlich das Zweitliga-Debüt von Cara Tadeus, die Greve schon in der 27. Minute für Emma Stach brachte. Am Ende kam die 16-Jährige sogar auf mehr als sieben Einsatzminuten und meinte selbst: „Es hat richtig viel Spaß gemacht und war echt beeindruckend, vor so vielen Leuten zu spielen. Ich hoffe, es war nicht das letzte Mal.“ Bestimmt nicht.

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