Weitere Fahrten, höhere Kosten – Hurricanes müssen sich daran gewöhnen

Mankertz kritisiert Play-off-Modus

Pia Mankertz hält nicht allzu viel vom neuen Modus in den Play-offs. Foto: Freese
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Pia Mankertz hält nicht allzu viel vom neuen Modus in den Play-offs.

Rotenburg - Die Play-offs sind erreicht – doch der ganz große Jubel will bei den Zweitliga-Basketballerinnen der Avides Hurricanes nicht ausbrechen. Schließlich war es noch nie so einfach, sich hierfür zu qualifizieren. Grund: Nicht nur die ersten vier, sondern erstmals die ersten acht Teams aus beiden Staffeln nehmen teil. Hurricanes-Kapitänin Pia Mankertz stört aber etwas ganz anderes am neuen Modus – die langen Touren. Die entstehen deshalb, weil sich in den Play-offs die Teams aus dem Norden mit denen aus dem Süden duellieren.

„Ich verstehe diese weiten Fahrten nicht, gerade wo in der zweiten Liga eh keiner Geld hat. Ich weiß nicht, ob so ein Aufwand sein muss“, merkt sie kritisch an. Was den finanziellen Aspekt betrifft, gibt Utz Bührmann, Schatzmeister der Hurricanes, ihr uneingeschränkt Recht. Vor allem, wenn zunächst das Heimspiel ansteht und am darauffolgenden Wochenende womöglich zwei Spiele auswärts bestritten werden müssen. In diesem Fall rechnet Bührmann, dass „Kosten in Höhe von rund 1 500 Euro verursacht“ werden – jede Runde. Was die Kalkulation so schwierig macht, ist die Tatsache, dass erst freitags feststeht, ob sonntags ein drittes Entscheidungsspiel nötig ist. „Solange wir da ein Heimspiel haben, ist uns das egal. Ansonsten müssen wir am Donnerstag schon los, brauchen für dreieinhalb Tage einen Bus und wissen nicht, ob wir auch bis Sonntag eine Übernachtung benötigen.“ Und Pia Mankertz fragt: „Wer kann schon am Donnerstag losfahren? Selbst bei den Studenten im Team ist es doch so, dass im April das neue Semester wieder begonnen hat.“

Behalten die Hurricanes ihren aktuellen vierten Platz (oder rücken noch höher) müssen sie in der ersten Play-off-Runde zunächst am Samstag oder Sonntag auswärts ran – das ist also noch kein großes Problem. „Ab dem Viertelfinale dreht sich das aber wahrscheinlich um. Das ist doof, dann ist es schlecht planbar“, weiß Bührmann. Auch nach dem vermeintlichen Gegner in der ersten Runde hat er schon geschaut. „Wahrscheinlich wird es Jahn München“, vermutet das Vorstandsmitglied. Die Landeshauptstädterinnen rangieren im Süden auf Rang fünf, mit deutlichem Vorsprung vor dem Sechsten SG 1998 Weiterstedt aus Südhessen und zwei Zählern hinter den Metropol Baskets Schwabach aus Mittelfranken.

Ganz so negativ sieht Bührmann den neuen Modus – abgesehen von den finanziellen Mehrbelastungen – aber nicht. „Ich bin da zwar skeptisch, aber wir müssen erst mal sehen, wie es läuft. Manche sehen den Modus auch als Bereicherung an, es gibt sicher interessante Spiele gegen neue Gegner.“ Zudem gilt der Norden als etwas stärker, sodass die Chancen vorhanden sind, dass die zwei zu vergebenen Aufstiegsplätze an die Teams dieser Staffel gehen könnten und nicht wie sonst mit dem Süden geteilt werden müssten. So oder so, die Hurricanes werden sich – wenn sie nicht aufsteigen – daran gewöhnen müssen. „Die Liga hat mitgeteilt, dass es auch in der nächsten Saison wieder so sein wird“, berichtet Bührmann.

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