Kapitänin geht in ihre achte Saison bei den Hurricanes / Trainerfrage ist noch offen

Mankertz gibt Hannover einen Korb und verlängert

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Pia Mankertz im Vorwärtsgang – die Kapitänin treibt auch nächste Saison das Spiel der Hurricanes an.

Rotenburg - Von Matthias Freese. Ihre bisherige Vormachtstellung in Niedersachsen mussten die Basketballerinnen der Avides Hurricanes spätestens mit dem Abstieg aus der Bundesliga an den TK Hannover abtreten – trotzdem gab es am Verhandlungstisch einen wichtigen Erfolg für den künftigen Zweitligisten. Die auch vom Rivalen heftigst umworbene Kapitänin Pia Mankertz hält den Hurricanes die Treue und sagte an der Leine ab. „Ich werde hierbleiben und in der zweiten Liga weiterspielen“, erklärt die 26-jährige Aufbauspielerin.

Den Hurricanes-Verantwortlichen ist damit eine große Sorge genommen. Die mit 201 Punkten zweitbeste Scorerin des Teams wäre kaum eins zu eins zu ersetzen gewesen und hätte mit ihrem Weggang eine große Lücke hinterlassen. „Wir sind sehr froh, dass sie zugesagt hat. Das war uns sehr wichtig, denn Pia ist die erfahrenste und beste Deutsche, die wir haben. Sie ist nicht nur für das Team wichtig, sie ist für den Verein eine Gallionsfigur“, betont Vorstandsmitglied Utz Bührmann. Und er verweist auf Mankertz’ Rolle auch bei der Bindung der Sponsoren.

Für die Lehramtsstudentin (Deutsch und Mathematik) war die berufliche Situation ein Grund dafür, in Rotenburg zu bleiben: „Es wäre blöd, im Master zu wechseln. Für ein Jahr das hier aufzugeben, lohnt sich nicht.“ Zudem hat die Hamburgerin bei den Hurricanes längst ihre zweite Heimat gefunden. „Ich habe mich in den letzten sieben Jahren einfach ziemlich wohl hier gefühlt, und viele der Fans sind auch gute Freunde für mich geworden“, bemerkt sie.

Dennoch war Mankertz mit einem Bein quasi schon in Hannover. „Es war soweit fast fix. Hannover war die einzige echte Alternative“, gesteht sie. „Ich hätte auch total Bock darauf gehabt, noch einmal richtig viel Training auf ganz hohem Niveau zu haben. Aber die zweite Liga ist mit dem Studium und dem anschließenden Referendariat einfacher zu verbinden.“

Zudem wäre sie in Hannover sicher nicht die unumstrittene Führungsfigur gewesen. In Liga zwei dreht sich das Spiel der Hurricanes dafür wohl noch mehr um Mankertz. „Klar weiß ich, dass wir da auch eine andere Rolle spielen werden“, denkt sie nicht an den sofortigen Wiederaufstieg und weiß darum, dass die Hurricanes mit einem extrem jungen Team antreten. „Ich hoffe aber, dass wir zumindest ein paar Jahre länger zweite Liga spielen können und wir ein möglichst gutes Team zusammenkriegen.“

Sie selbst coacht auch weiterhin die zweite Damen , „jedoch mit einem anderen Trainer gemeinsam, da ich nicht jedes Wochenende die Zeit finden werde, bei den Spielen dabei zu sein“. Wer dann künftig die ersten Damen trainiert, ist derweil noch nicht endgültig entschieden. Mahir Solo bleibt auf jeden Fall bei den Hurricanes, ob er aber wieder die Verantwortung für das Team übertragen bekommt, ist noch nicht klar. „Die Trainerentscheidung im weiblichen Bereich ist noch offen“, bestätigt Utz Bührmann, rechnet aber in den nächsten Tagen mit einer Klärung.

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