Young gelingt beim 92:56-Sieg gegen Köln die Punktlandung – 26 Zähler am 26. Geburtstag

Mankertz-Ausfall trübt die Party

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Top-Scorerin, Top-Rebounderin – Janae Young (l.) gelang an ihrem 26. Geburtstag ein Double-Double. Auch Kölns Anne Storck kann die Amerikanerin nicht aufhalten. ·

Scheessel - Von Matthias FreeseDas war eine perfekte Punktlandung: Als sich Janae Young in der 37. Minute mit ihrem fünften Foul verabschiedete, da hatte es die Amerikanerin im Team der Avides Hurricanes auf 26 Punkte in exakt 26 Minuten reiner Spielzeit gebracht – und zwar an ihrem 26. Geburtstag. Trotzdem wurde der 92:56 (44:28)-Heimsieg des ungeschlagenen Spitzenreiters der 2. Basketball-Bundesliga gegen die sieglosen RheinStars Köln getrübt. Grund: Pia Mankertz schied sechs Minuten vor dem Ende verletzt aus.

„Das wäre fatal, wenn sie in den nächsten Spielen nicht zur Verfügung stehen könnte“, befürchtete Christoph Treblin, Abteilungsleiter der Hurricanes, bereits. Die Kapitänin hatte sich beim Kampf um den Ball den kleinen Finger der rechten Hand ausgekugelt und war mit einem dicken Eispack um die Hand zusammen mit Physiotherapeutin Anna-Lena Meinke umgehend ins Krankenhaus gefahren. Noch am Abend kam die Teil-Entwarnung: „Nichts gebrochen, also nicht zu schlimm“, berichtete Mankertz. Allerdings fügte sie auch an: „Mindestens zwei Wochen Pause!“

Ihr Ausfall wird schwer zu kompensieren sein, denn wie wertvoll die Nationalspielerin ist, bewies sie einmal mehr mit 17 Punkten und fünf Assists. Auf ganz starke Werte kam auch die 17-jährige Emma Stach, die mit gleich 22 Punkten, sieben Rebounds, zwei Steals und sechs Assists in der Statistik auftauchte. Besser war nur noch Geburtstagskind Janae Young, der vor der Partie von den rund 400 Zuschauern und ihrem Team ein Ständchen gesungen worden war. Die US-Allrounderin war schließlich auch beste Rebounderin mit elf eingesammelten Bällen.

Erstmals in der Saison hatte der Tabellenführer auch die Startphase nicht verpennt, sondern war mit 21:4 weggezogen und hatte das erste Viertel mit 23:8 für sich entschieden. „Das hatten wir uns vorgenommen, dass wir von Anfang an voll da sind – mit Kopf und Körper“, meinte Emma Stach. „Leider haben wir im zweiten Viertel den Schwung aus der Offense verloren.“ Köln versuchte es immer wieder mit einer Zonenverteidigung, die den Hurricanes nicht so behagt, und gab diesen Durchgang dadurch nur mit 20:21 ab. „Allerdings haben wir auch da einige Lücken aufgerissen“, sah Hurricanes-Coach Christian Greve in diesem Zwischen-Tief positive Aspekte, meinte aber auch: „Das zweite Viertel vergessen wir mal lieber, die anderen waren ganz okay.“

Der Mankertz-Ausfall schien das Team kurzfristig aus dem Spiel zu bringen, doch schnell fingen sich die Hurricanes, wobei die Youngsters Edda Schmidt, Clara Schwartz und Emma Stach mit ihren Dreiern in der Schlussphase für ein paar Highlights sorgten. Und so erledigten die Hurricanes auch die Überstunden nach dem Spiel gerne – eine große Fan-Traube hatte sich gebildet, um das versprochene persönliche Team-Foto zu bekommen …

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