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Bothels Zehner: „Man merkt, dass ich ein Stölpe bin“

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Von: Hendrik Denkmann

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Phil Stölpe (am Ball) führt den Ball am Fuß zwischen Gegen- und Mitspielern auf dem Botheler Sportplatz.
Phil Stölpe (am Ball) spielt nicht nur körperbetont. Auch ein Dribbling packt der 22-Jährige mal aus. © Denkmann

Phil Stölpe hat eines mit seinem Vater gemeinsam. Der Spielstil ähnelt sich doch sehr - unser Spieler des Wochenendes über sein Verhältnis zu Papa Michael.

Bothel – Der Sonntagabend mit der Mannschaft wurde für Phil Stölpe noch etwas länger. Schließlich gab es für die Fußballer des TuS Bothel nach dem 4:1-Sieg gegen den MTV Hesedorf zum Auftakt der Kreisliga-Abstiegsrunde einiges zu feiern – unter anderem den ersten Dreierpack im Leben des 22-Jährigen. Angestoßen wurde dort bereits. „Jeder hat etwas in den Pott geworfen. Ich muss mir aber noch extra was einfallen lassen“, berichtet der offensive Mittelfeldspieler und verrät auch, was es wird: „An ein, zwei, drei Kisten Bier komme ich wohl nicht vorbei.“

Auch auf dem Platz zeigt Stölpe, dass er weiß, was er kann und will. Coach Dennis Schlifelner fasst seine Qualitäten zusammen: „Er spielt sehr körperbetont, sucht die Zweikämpfe und weiß seinen Körper einzusetzen. Er gewinnt alle Zweikämpfe, hat eine sehr gute Übersicht. Und er spielt die Zehn sehr klassisch.“ Ein Spielstil, der in einigen Teilen dem seines Vaters Michael Stölpe ähnelt, meint auch Schlifelner: „Was das Körperliche angeht, ja. Und beide sind lautstark. Zudem wissen sie, wie sie es spielen wollen.“ Phil Stölpe selbst weiß, „wie man die Mannschaft mitnimmt. Da merkt man, dass ich ein Stölpe bin.“ Bruder und Mitspieler Bjarne Stölpe schränkt allerdings ein: „Es gibt Parallelen. Und zwar, dass er, so wie ich auch, nicht an das Können, was unser Vater hatte beziehungsweise hat, herankommt.“ Der 50-Jährige spielte unter anderem über Jahre bis zur Saison 2005/2006 mit den Herren des TuS Brockel in der Bezirksklasse unter Trainer Manfred Wolfs.

Noch viel Potenzial

Ob Phil Stölpe jemals so hoch wie sein Vater spielen wird, wird sich zeigen. Schlifelner sagt aber zumindest: „Phil hat noch viel Potenzial. Alle drei sind ehrgeizig, aber der Vater war disziplinierter. Daran will ich mit ihm noch arbeiten.“ Den großen Druck macht sich der Zehner, der den Spitznamen „Phillo“ trägt, selbst gar nicht: „Ich weiß, ich werde kein Profi mehr und kann mich daher mehr auf den Job konzentrieren“, erklärt der angehende Land- und Baumaschinenmechatroniker der Firma Lohmann aus Wohlsdorf.

Das Verhältnis zu seinem Vater ist laut Stölpe schon immer „gut“ gewesen. Auf einer Ebene hat es sich in den letzten Jahren aber verändert. Trainierte Michael Stölpe seine beiden Söhne von der G- bis zur B-Jugend, ist der Altherren-Kicker aus Bothel aktuell nur noch Zuschauer bei den Partien seiner Kinder. Phil Stölpe weiß genau das zu schätzen: „Er ist bei jedem Spiel dabei. Es macht ihm Spaß, uns zusammen spielen zu sehen.“ Am Abend werde die Leistung dann häufig analysiert. „Er sagt mir, was ich besser machen kann und ich versuche es dann umzusetzen. Er ist da mein erster Ansprechpartner.“

Stölpe-Brüder verstehen sich „1a“

Mit dabei ist auch sein zwei Jahre jüngerer Bruder Bjarne, zu dem er ebenfalls ein „sehr gutes Verhältnis“ pflegt. Er könne sich auch auf dem Platz auf ihn verlassen. Der 20-Jährige selbst schlägt ähnliche Töne an: „Wir verstehen uns 1a auf dem Platz. Klar gibt es den einen oder anderen Schlagabtausch, aber das sind normale Geschwister-Dinge.“

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