Mit 46 Jahren für Rotenburger SV II in der Bezirksliga / „Ich kann’s nicht mehr zählen“

„Malle“ ist der Meister des Comebacks

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Heiko Malende hat gut Lachen: Mit ihm brannte nichts mehr an. ·

Rotenburg - Von Matthias FreeseEs kann schon ein bisschen verwirrend sein, wenn Vater und Sohn auf den selben Spitznamen hören.

Als Joachim Kroll, Trainer des Fußball-Bezirksligisten Rotenburger SV II, im Vorfeld der Partie gegen den FC Verden 04 (4:2) erfuhr, dass „Malle“ aushelfen würde, hatte er mit Yannik Malende aus dem Oberliga-Team gerechnet. Doch dann tauchte S 40-Spieler Heiko Malende auf, wurde mit seinen 46 Jahren sogar eingewechselt und gab sein x-tes Comeback im Herrenbereich.

„Er hat sein Ding echt gut gemacht, abgeräumt und mit seinen langen Beinen manchen Zweikampf gewonnen“, stellte Kroll nach dem 19-Minuten-Einsatz des RSV-Urgesteins beeindruckt fest. Und das, obwohl Heiko Malende auf der ungewohnten Sechser-Position spielen musste. „Ich habe meine Rolle aber eher als Manndecker vor Libero Dariusz Sztorc ausgelegt“, erzählt Malende. In der Oberliga war er im fortgeschrittenen Alter als Verteidiger aufgelaufen, bei der S 40 ist er Stürmer und Goalgetter.

Malende verrät auch, dass er sich eigentlich vorgenommen hatte, „nicht mehr im Herrenbereich zu spielen“. Der Grund war sein letzter Bezirksliga-Einsatz vor knapp zwei Jahren, auswärts gegen den TSV Uesen (2:2) – und das wohlgemerkt als Keeper! Das „Mitbringsel“: ein Rippenbruch und Luft im Lungenraum. Der momentan wegen Krankheit aussetzende Henning Schwardt überredete den Routinier nun zum erneuten Comeback. „Ich habe noch versucht, ihm ein paar andere aus der S 40 schmackhaft zu machen, die deutlich jünger sind. Darauf ist er aber nicht eingegangen“, berichtet Malende und feierte deshalb, ja sein wievieltes Comeback eigentlich? „Ich kann’s nicht mehr zählen“, zuckt er mit den Schultern. Auf jeden Fall ist es schon jetzt das Comeback des Jahres!

Ob weitere Einsätze folgen, will der Finanzbeamte nicht ausschließen. „Die Andeutungen waren da – abwarten, wie sich die Verletztenliste entwickelt.“ Vielleicht muss er ja auch noch in der Oberliga ran, wenn’s personell zu eng wird. Doch selbst wenn ihn ein Einsatz an der Seite seines Sohnes Yannik (wie vorletzte Saison in der Bezirksliga) reizen würde, sagt er lachend: „Ich habe da keine Ambitionen mehr, meine Zukunft liegt definitiv in der S 40.“

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