Mallard setzt neue Maßstäbe – und Bührmann kämpft um die vielleicht wichtigste Spielerin

„Bloß keine dummen Fouls“

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Applaus, Applaus: Unmittelbar nach dem Spielende gegen Halle feierten die Fans, aber auch Kierra Mallard (vorne) und ihre Mitspielerinnen.

Scheeßel - Von Matthias Freese. Wenn es nach Utz Bührmann geht, würde er eher heute als morgen den Vertrag verlängern. „Aus meiner Sicht ist sie die wichtigste Spielerin, die wir halten sollten“, spricht der Vorstand Finanzen der Avides Hurricanes in höchsten Tönen von Kierra Mallard. Und die amerikanische Centerin der Bundesliga-Basketballerinnen setzte beim 65:60-Sieg gegen den SV Halle neue Highlights.

Der 24-jährigen Texanerin gelang nicht nur ihr zehntes Double-Double und mit 19 Rebounds ein persönlicher Saisonrekord – nein, sie stand 40 Minuten dort, wo es brennt und kassierte nicht ein einziges Foul! „Ich habe das gar nicht wahrgenommen, dass ich kein Foul hatte. Da gibt es auch keinen Trick“, beteuert Mallard schmunzelnd. „Ich versuche mich nur einfach darauf zu fokussieren, nicht meinen Körper zu nutzen, wenn ich einen Wurf blocke, aber nicht herankomme. Ich weiß, dass mich mein Team auf dem Feld braucht, deshalb versuche ich, bloß keine dummen Fouls zu bekommen.“

Mit ihrem fairen Spiel ist die Amerikanerin äußerst erfolgreich. In 22 Partien kam sie mit 55 Fouls aus – für eine Centerin ein überragender Wert. Ebenso wie die 219 Rebounds (Nummer zwei hinter Donau-Ries’ Nayo Raincock-Ekunwe) und 34 Blocks (mit Abstand Ligaspitze). „Sie spielt intelligent, verteidigt clever und haut nicht dumm rein“, findet auch Utz Bührmann.

Als Profispielerin ist sich Mallard durchaus im Klaren darüber, „dass es wichtig ist, Double-Doubles zu haben, aber im Spiel denke ich darüber nicht nach. Da versuche ich einfach, jeden Defense-Rebound zu kriegen, sodass der Gegner keinen zweiten Schuss bekommt.“

Dass ihr Marktwert inzwischen deutlich gestiegen sein dürfte, dessen sind sich bei den Hurricanes längst alle bewusst. „Ich weiß nicht, ob ihre Leistungen Begehrlichkeiten bei anderen Teams geweckt haben“, sagt Schatzmeister Bührmann. Er vermutet es allerdings und würde schon deshalb gerne schnell mit seiner Top-Verdienerin verlängern. Doch die so viel Gelobte hat es nicht ganz so eilig. „Ich mache mir schon Gedanken über das nächste Jahr. Aber es ist noch zu früh, um zu entscheiden, wo ich spielen werde. Mein Hauptfokus liegt zurzeit auf den Play-offs.“ Schließlich ist die Saison noch längst nicht beendet – „und wir wollen so weit wie möglich kommen“.

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