Hurricanes feiern 91:48

„M & M“ – das schmeckt den Fans

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Wenn die Hurricanes-Flügelspielerin Janae Young (am Ball) erstmal lossprintet, kann sie auch Landsfrau Rayvan Johnson (dahinter) nicht mehr stoppen. ·

Scheeßel - Von Matthias Freese. Vielleicht ist die Frage noch zu früh gestellt – aber: Wer soll diese Avides Hurricanes in der 2. Basketball-Bundesliga Nord der Damen eigentlich stoppen?

Auch dem TK Hannover gelang dieses Unterfangen am zweiten Spieltag nicht, obgleich die Leinestädterinnen gleich mit drei Amerikanerinnen angereist waren. Unter dem enormen Druck und Tempo des Wirbelsturms brachen sie zusammen – am Ende stand ein 91:48 (35:21)-Sieg des Titelfavoriten, der damit 370 Fans in der Scheeßeler Sporthalle eine Freude bereitete.

Nicht zu fassen: Hannah Pakulat (2.v.l.) gratuliert Youngster Edda Schmidt zu ihrem späten Dreier. Aber auch Pakulat gefiel.

Zuspruch und Stimmung beweisen: Auch nach dem Erstliga-Abstieg bleiben die Hurricanes das sportliche Aushängeschild im Kreis. Doch trotz aller Euphorie gab es für Coach Christian Greve auch durchaus Ansätze zur berechtigten Kritik. „Der Start war doch sehr stockend. Da waren wir nicht so im Tempo drin, haben auch nicht so gut getroffen und Hannover zu sehr gewähren lassen.“ So dauerte es auch wieder fast drei Minuten, ehe Pia Mankertz per Dreier die ersten Punkte zum 3:4 erzielte. Als Constanze Wegner dann mit dem nächsten Dreier zum 6:5 die erste Führung markierte (5.), wurde diese fortan nicht mehr abgegeben. Trotzdem holperte es noch im Hurricanes-Spiel. Das untermauert ein 16:13 nach dem ersten Viertel.

Immerhin: Bis zur Pause wurde der Vorsprung schon komfortabler (35:21), was nicht zuletzt an Kierra Mallard lag. Die so zurückhaltend wirkende Centerin hatte bereits zur Halbzeit ihr Double-Double perfekt gemacht – in der zweiten Hälfte wurde sie von Greve nur noch für fünf Minuten gebracht, weil sie einen Schlag auf die Rippen bekommen hatte. So standen für Mallard bei nur 20 Minuten Einsatzzeit beachtliche 15 Punkte und 14 Rebounds in der Statistik. „Kierra hat gezeigt, warum sie hier ist. Das war eine super Vorstellung von ihr“, betonte ihr Coach. Aber auch „Vertreterin“ Kata Takács überzeugte insbesondere als Rebounderin mit zehn eingesammelten Bällen. Am Ende lautete das Reboundverhältnis übrigens 54:29 für die Hurricanes!

Richtig heiß lief in der zweiten Halbzeit Kapitänin Pia Mankertz, die in den beiden letzten Vierteln auf 18 und insgesamt auf 21 Punkte kam. Hinzu gesellten sich neun Rebounds, sieben Assists, drei Steals und zwei geblockte Bälle von ihr. Mankertz und Mallard – diese „M & M‘s“ schmeckten den Fans.

Applaus von Kierra Mallard, Applaus für Kierra Mallard.

Der Turnklubb zu Hannover hatte spätestens nach der Halbzeit nichts mehr entgegenzusetzen. „Da haben wir den Motor angeworfen“, umschrieb Christian Greve das 30:8 im dritten Viertel. Und Hannah Pakulat meinte: „Wir haben in der Pause einfach gesagt, dass wir einen drauflegen wollen. Und wir haben dann ja schnell gespielt.“ Auch die Flügelspielerin aus Lauenbrück läuft allmählich wieder zu alter Form auf. Im zweiten Viertel eingewechselt, punktete sie prompt und steuerte einige Rebounds bei. „So etwas pusht einen, wenn man nach so langer Pause trifft“, verwies sie auf ihren Achillessehnenriss vor acht Monaten und verriet: „Ich habe immer noch Probleme und auch regelmäßig Schmerzen.“ Deshalb ließ Greve sie später auch draußen, bemerkte aber: „Hannah hat das sehr gut gemacht, sie gibt immer Vollgas.“

Die Tiefe der Bank spricht für die Hurricanes. Da darf sich etwa Clara Schwartz „austoben“, ohne dass es zu einem Leistungsabfall kommt, da traut sich auch Youngster Edda Schmidt und setzt mit ihrem zweiten Dreier in dieser noch jungen Saison den Schlusspunkt für die Hurricanes.

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