RSV schockt Lupo Martini Wolfsburg / „Wir sind kein Punktelieferant“ / Dünnhäutige Gäste

3:1 – Malende wird zum Goalgetter

Der sitzt: Yannik Malende (Nummer vier) trifft per Freistoß aus zehn Metern zum 3:1 für den Rotenburger SV. ·
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Der sitzt: Yannik Malende (Nummer vier) trifft per Freistoß aus zehn Metern zum 3:1 für den Rotenburger SV. ·

Rotenburg - Von Matthias FreeseDer Mann des Spiels sprach bereits von einer „kleinen Serie“. Und er ergänzte: „Ich hoffe, die hält an.“ Für den zweifachen Torschützen Yannik Malende und seine Oberliga-Fußballer des Rotenburger SV kann es in der Tat so weitergehen: Durch den gestrigen 3:1 (2:1)-Heimcoup gegen den Aufstiegsaspiranten Lupo Martini Wolfsburg haben sich die Chancen auf den Klassenerhalt jedenfalls erhöht. Seit drei Spielen in Folge sind die Rotenburger nun ungeschlagen und holten in dieser Zeit sieben Punkte.

„Manche stellen sich wohl vor, dass wir ein Punktelieferant sind. Das ist aber nicht so. Wir werden nichts abschenken!“, betonte RSV-Coach Benjamin Duray mit Genugtuung nach dem Abpfiff. Und Innenverteidiger Kevin Klützke bestätigte: „Wir haben nichts zu verschenken.“

Gegen die „kleinen Wölfe“ stand die Wümme-Elf gut gestaffelt und verteidigte meistens sehr geschickt. „Wir haben als Team gut zusammengearbeitet“, betonte auch Duray. Björn Mickelat, als einzige Spitze aufgeboten, gelang in der fünften Minute im Zusammenspiel mit Tobias Kirschke im zweiten Versuch sogar die 1:0-Führung, die allerdings nur bis zur 16. Minute hielt. Dann glich Leon Henze nach einem Pass in die Spitze aus, weil Christoph Drewes zu spät reagiert hatte. Weitere Gefahr strahlten die Gäste nur selten aus – und wenn, dann liefen sie dabei oftmals ins Abseits. Dünnhäutig wurden sie obendrein, wie manch Bemerkung zeigt. So bezeichnete Elvir Zverotic den RSV etwas herablassend als „Landesligisten“, woraufhin Coach Benjamin Duray konterte: „Guck mal auf die Anzeigetafel.“ Zu dem Zeitpunkt hieß es bereits 2:1 für die Gastgeber, nachdem Malende einen Zuckerpass von Tim Ebersbach flach ins linke Eck geschoben hatte (38.).

Auch Wolfsburgs Coach Francisco Coppi haderte immer wieder mit den Entscheidungen des Unparteiischen Marco Großöhmichen (Heesseler SV), aber auch mit seinen Jungs, die den Gastgeber im zweiten Durchgang vor 90 Zuschauern zwar zusehends einschnürten, aber nach vorne nichts Gescheites zustande brachten und dafür hinten anfällig für Konter waren. Zwei Mal besaß Mickelat die große Chance, um zu erhöhen (54./66.). Letztlich musste erneut Malende ran, profitierte allerdings auch von einem Gefühlsausbruch des Wolfsburger Keepers Lennart Gutsche, der wegen Meckerns Gelb sah. Und da laut Regelwerk exakt an der Stelle, wo das Mundwerk aufging, der Freistoß zu erfolgen hat, traf der neue Goalgetter mit einem satten Schuss aus zehn Metern zum 3:1 in der 86. Minute.

„Es liegt uns eben, wenn wir hinten drin stehen und die kommen lassen können“, meinte Kevin Klützke nach der Partie. Und Coach Benjamin Duray fand: „Auch wenn die mehr Spielanteile hatten, geht der Sieg für uns in Ordnung, denn die klareren Chancen hatten wir. Außerdem werden in der Oberliga jetzt die Big Points gemacht.“ Und damit will der Tabellenvorletzte nächsten Samstag gegen das Schlusslicht TuS Celle FC weitermachen. „Da legen wir nach“, verspricht auch Kevin Klützke bereits.

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