Eigengewächs trifft trotz Krampf

Malende hat seinen Platz gefunden

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Mit einem guten Gefühl Richtung Bank: Matchwinner Yannik Malende (l.), begleitet von Christoph Drewes. ·

Rotenburg - Von Matthias FreeseAls Yannik Malende in der 88. Minute ausgewechselt wurde, war es keine Strafe, sondern eine Belohnung für den 21-jährigen Flügelspieler des Rotenburger SV. Der Applaus gehörte ihm ganz allein, und etliche Mitspieler klatschten den Matchwinner bei seinem Gang Richtung Bank ab – wohlwissend, dass der Doppeltorschütze beim 3:1-Sieg in der Fußball-Oberliga gegen Lupo Martini Wolfsburg sein bestes Saisonspiel abgeliefert hatte.

„Ich freue mich für den Jungen. Man merkt, dass er sich gut entwickelt hat und in der Oberliga Fuß fasst“, urteilt RSV-Coach Benjamin Duray. Inzwischen scheint auch klar zu sein, wo sich die optimale Position für Malende befindet – auf der linken Seite, mit Zug nach vorne. „Seitdem ich im Mittelfeld spiele, läuft es für mich. Da fühle ich mich auch einfach wohler“, sagt das RSV-Eigengewächs selbst. Coach Duray hatte ihn in der Vorbereitung zwar noch einmal in der Innenverteidigung getestet, aber festgestellt, dass der FSJler weiter vorne einfach wertvoller ist. „Ich komme nicht nach meinem Vater“, meint auch Yannik Malende in Anspielung auf Heiko Malende, der jahrelang eine feste Abwehrgröße bei den Wümmestädtern war.

Als Goalgetter war der junge Malende – bis dato ein Saisontor – allerdings auch noch nicht in Erscheinung getreten. „Da muss ich lange zurückdenken, wann ich das letzte Mal zwei Tore geschossen habe“, sagt er. „Ich glaube, das waren in der A-Jugend mal zwei Freistoßtore.“

Ein Treffer per Standard war auch dieses Mal dabei. Aus rund zehn Metern verwandelte Malende, nachdem Wolfsburgs Keeper Lennart Gutsche wegen Meckerns einen indirekten Freistoß verursacht hatte und sich die komplette gegnerische Elf auf der Linie versammelt hatte (86.). „Beim Anlauf hatte ich schon einen Krampf bekommen, aber zum Glück habe ich den Schuss noch durchgezogen“, verrät der Schütze schmunzelnd.

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